Arnsberger Biotonne ist im Anmarsch: Auslieferung hat begonnen - Bei Engpässen melden

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Claudia Böckmann und Rainer Schörnich stellten im November die neue Biotonne für Arnsberg vor. Fotos: Albrecht
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Arnsberg. Wie die Stadt Arnsberg mitteilt, haben die Technischen Dienste bereits mit der Auslieferung der Biotonne begonnen. Derzeit gibt es schon über 6.000 Vorbestellungen, und das Interesse ist ungebrochen. Wegen des starken Ansturms auf die neue Tonne (50 Prozent mehr Bestellungen als erwartet) wird sich die Prozedur der Auslieferung wohl bis in den Februar 2016 hinziehen. Aktuell reagieren die Technischen Dienste auf die in sozialen Medien geäußerten Bedenken sowie Kritik. Betroffene Privathaushalte, bei denen es im Zuge der Umstellung zu Engpässen kommt, sollten sich ab Montag, 4. Dezember, direkt bei der Abfallberatung der Technischen Dienste (Tel. 02932 / 201-4122) melden.

Die Technischen Dienste Arnsberg haben mit der Umsetzung eines Ratsbeschlusses vom 17. Juni 2015 begonnen: Die Biotonne steht nun auch in Arnsberg kurz vor ihrer Einführung, die ab Januar 2016 erfolgen soll. Aber: Die „freiwillige Biotonne“ gibt´s nur auf Antrag!

Freiwillige Tonne nur auf Antrag


Das Freiwillige an der Biotonne, die ab Januar 2016 nun auch nach Arnsberg rollen wird sind die Entscheidungen: Wie groß soll die Biotonne sein (120 oder 240 Liter) und wo stellt man sie hin, wenn man sie haben will? Der Rat einigte sich darauf, die Kosten für die Tonne in die Müllgebühren einfließen zu lassen und ihre Nutzung nicht extra mit einer Gebühr abzurechnen.

„Wir werden dann auch eine von 358 Kommunen mit Biotonne sein“, erklärte Claudia Böckmann, Fachdienstleiterin bei den Technischen Diensten Arnsberg. Dabei könne sich die Entscheidung für Arnsberg noch sehen lassen: Schließlich sei die Biotonne in 80 Prozent der Kommunen ein Muss.

Biotonne in 80 Prozent der Kommunen


Nach Ratsbeschluss zahlen in Arnsberg aber alle Bürger für die Tonne, müssen sie aber nicht unbedingt zuhause aufstellen. Die Einführung der Biotonne folgt dem im Jahr 2012 beschlossenen „Kreislaufwirtschaftsgesetzt“, das eine getrennte Erfassung von biologischen Abfällen vorsieht.

Eigentlich hätte die Biotonne bereits zu Beginn des Jahres 2015 eingeführt werden sollen, aber die Stadt Arnsberg - als einzige im Kreis mit einem Wertstoffbringhof - konnte sich etwas mehr Zeit lassen. „Die Politik hat sich in Arnsberg für das bürgerfreundliche Holsystem entschieden“, so Rainer Schörnich, Betriebsleiter der Technischen Dienste.

Holsystem für Bioabfall


Arnsberg muss sich an die Vorgaben des Gesetzes halten. Demnach, so erklärte Böckmann, wolle man das Ziel von 150 Kilogramm pro Einwohner im Jahr im nächsten Jahr erreichen. Was die Nutzung der Biotonne in der Stadt angeht, will man bis zum Jahre 2017 schon 25 Prozent erreichen, langfristiges Ziel sei ein Abdeckung mit 50 Prozent.

„Wir haben schon 250 Vorbestellungen für die Biotonne“, so Rainer Schörnich. Dabei sei ein klarer Trend zur großen Biotonne (zwei Drittel wollen 240 Liter, ein Drittel 120 Liter) erkennbar. Die Technischen Dienste seien auf die Anfragen vorbereitet und rechnen bei 26.000 Restmülltonnen derzeit mit entsprechend rund 6.500 nachgefragten Biotonnen.

26.000 Restmülltonnen in der Stadt


Die Verteilung der Tonnen soll durch die Technischen Dienste ab 2. Januar 2016 erfolgen. Und auch die Leerung wird anschließend von den Technischen Diensten Arnsberg mit einem neuen Sammelfahrzeug übernommen. „Haushalte in Arnsberg sollten schon jetzt ihr Müllaufkommen überdenken und entsprechend bestellen“, rät Schörnich.

Bio- wie Restmülltonne gibt´s nur noch in zwei Größen (120 und 240 Liter). Die Abfuhr der Biotonne findet ab 2016 im Zwei-Wochen-Rhythmus statt, die graue Restmülltonne wird dann nur noch alle vier Wochen abgefahren. Haushalte, die sich ab nächstem Jahr an die geänderte Abfuhrtermine und -mengen anpassen müssen, können zusätzliche Abfallsäcke in den Stadtbüros dazukaufen und dann neben die graue Tonne zur Abholung stellen.

Biotonne wird alle zwei Wochen abgefahren


Generell hoffen die Technischen Dienste, dass die Biotonne in drei Jahren bei den Bürgern angekommen sein wird. Alle Termine und Hinweise zur neuen Abfuhr von Restmüll, Bioabfall, gelben Säcken und Papier findet sich im neuen Abfallkalender, der ab Dezember verteilt werden soll.
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