Aleppo - Bergkamen: "Unterwegs von A nach B"

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Holger Hülsmeyer der die Ausstellung mitbegleitet. Foto: privat
Bergkamen: Städt. Galerie "sohle 1" | Noch bis zum 7. Oktober besteht die Möglichkeit sich die Ausstellung Aleppo - Bergkamen "Unterwegs von A nach B" anzuschauen.
Aus den künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Schicksal der Bootsflüchtlinge im Mittelmeer entstanden die Arbeiten "mare nostrum" der Künstlerin Rita Viehoff. Ihr bewegendes malerisches Requiem zum Gedenken an tausende unbekannte Bootsflüchtlinge, die ihr Leben verloren, soll den Toten einen Ort, ein Gesicht, eine Erinnerung geben. Auch wenn es sich um fiktive Gesichter handelt, stehen sie für eine Wirklichkeit, die das Auffassungsvermögen übersteigt und das Wahrnehmung verstört. Darum ist das Erzählen über diese Tragödie auch immer eine Erzählung von uns selbst, jede Havarie auch ein Kentern unserer Gesellschaft.
Unterstützt wird Rita Viehoff von großen eindringlichen Holzskulpturen des Künstlers Holger Hülsmeyer. Die groß gearbeiteten Köpfe die gleichzeitig auch Archetypen sind, vermitteln gleichzeitig auch Leid, Versehrtheit, Trauer. Sie erzählen vom einem Kampf in schwierigen, fast aussichtslosen Situationen und zeugen somit auch von beeindruckender Intensität.
Ein künstlerisches Statement liefert ergänzend der aus Aleppo stammender Maler und Grafiker Houssam Ayoub, der versucht, in seiner neuen Heimat Bergkamen anzukommen, indem er seine Erfahrungen von Flucht und Heimatverlust bildnerisch beschreibt.
Eine Ausstellung, die dramatische Ereignisse um Flucht und Krieg aus drei individuellen Positionen beleuchtet.
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