Dreiste Pflanzendiebe an der Gesamtschule Bergkamen

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Tiefe Löcher klaffen nach den Diebstählen in den Beeten des Schulgartens: v.l. Klaus Müller (Hausmeister), Doris Fehren Leiterin OGS der Grundschule, Martina Hoppe Schulleiterin Grundschule, Willy-Brandt-Gesamtschule-Chefin Ilka Detampel und Beratungslehrer Benjamin Franz sind richtig sauer. Bild: St. Reimet
Bergkamen: Willy-Brandt-Gesamtschule |

Mit Wut und Frustration blicken Schüler- und Lehrerschaft der Willy-Brandt-Gesamtschule Bergkamen derzeit in tiefe Löcher, die sich im Schulgarten auftun. Dreiste Diebe gruben Bäume, Büscher und Stauden aus und machten auch ein umfangreiches Lehrprojekt damit zunichte. Welche Anwohner haben nächtliche Aktivitäten bemerkt?

An der Gesamtschule häufen sich Einbrüche und Diebstähle im Aussenbereich. Nachdem mehrere hundert Kilo schwere Bruch- und Begrenzungssteine sowie zahlreiche Findlinge in den vergangenen Monaten quasi über Nacht abtransportiert wurden, fiel Anfang April der Diebstahl von Gartenpflanzen auf. Ausgerechnet aus dem 1,80 hoch eingezäunten Schulgarten, der erst im September 2015 angelegt wurde und dessen Einweihung angestanden hätte, stahlen Pflanzendiebe aus drei Beeten rund 45 Sträucher, Büsche und wertvolle Apfel-Spalierbäume. „Einschließlich der Führungsgerüste für die Bäume“, erklärt Hausmeister Klaus Müller. „Pflanzen, die für die schwächsten der Gesellschaft, unsere Kinder, bestimmt sind. Das können wir nicht einfach so ersetzen“, ist Schulleiterin Ilka Detampel wütend. Mittlerweile habe eine riesige Frustration eingesetzt, denn der Garten wurde für pädagogische Zwecke eingerichtet. Ein Chemie-Leistungskurs plante die Extrahierung von Grünmaterial mittels eines gesponsorten Spektrometer, Die Lehrküche benötigt die Kräuter und ein Technik-Kurs plante bereits ein Bewässerungssystem nach historischem Vorbild.
Auch die benachbarte Grundschule war im Visier von Dieben. Ein größerer Apfelbaum war hier ausgeraben worden. Schulleiterin Martina Hoppe: „Das war auch eine gezielte Aktion.“

Wer hat etwas bemerkt?

Die nächtlichen Aktivitäten könnten von Nachbarn oder Spaziergängern bemerkt worden sein, so die Hoffnung der Schulleitung. Auch werde man sich an die Schrebergärten wenden, ob dort Ableger aufgetaucht sind. Mindestens ein größerer PKW inkl. Ladefläche, mehrere Personen mit Grabegeräten müssen aktiv gewesen sein. „Wir wollen das Gartenprojekt fortsetzen, aber es soll nicht so weitergehen“, versichert Ilka Detampel.
Fest steht für die Gesamtschule: Neue Pflanzen werden wohl farblich markiert, evtl. Bewegungsmelder und Kamera installiert.
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