Take it easy- Katastrophen Vorsorge im Alltag

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Apotheker Frank Klesz
Bergkamen: Rewe Littau | Mit einer dem Ruhrgebiet typischen Gelassenheit reagiert zumindest ein Großteil der Bergkamener Bürger bei dem Thema „Vorsorge für den Katastrophenfall“. Viele meinen, der vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe neu herausgegebene Leitfaden über die Vorsorge im Katastrophenfall, wäre dem Sommerloch in der Politik geschuldet und sehen überhaupt keinen Grund zu handeln.
Rainer Littau, Inhaber Rewe Bergkamen, kann das nur bestätigen. Selbst vereinzelte „Hamsterkäufe“ im Zusammenhang mit den Empfehlungen des BBK konnte er nicht beobachten. Mit seinen gut sortierten Rewe Märkten wäre er jedoch auch in der Lage den Bedarf seiner Kunden über einen längeren Zeitraum zu decken.
Ebensolche Erfahrungen hat der Apotheker und Inhaber der Sonnenapotheke in Bergkamen Frank Klesz gemacht. Auch er konnte keine außergewöhnliche Bevorratung bei seinen Kunden feststellen. Allerdings empfiehlt er seinen Kunden, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen, schon einen gewissen Vorrat ihrer persönlichen Medikamente anzulegen. Natürlich gehört aus Sicht des Apothekers Klesz auch eine gut bestückte Hausapotheke in jeden Haushalt. Darin sollten Mittel gegen Schmerzen, Fieber und Durchfall sein, ebenfalls Haut-und Wunddesinfektionsartikel. Natürlich darf ein Verbandskasten nach der DIN Verordnung auch nicht fehlen.

Rainer Littau Rewe Bergkamen, hält eine angemessene Bevorratung von Lebensmittel für sinnvoll. Ein länger anhaltender Stromausfall würde, so Littau, ein Einkaufen unmöglich machen. Da wäre es nicht verkehrt, wenn man auf seine Lebensmittelvorräte zurückgreifen könnte.

Viele Menschen denken bei Katastrophenvorsorge oft an Krieg oder ähnliches, aber auch Unwetter, Feuer, Hochwasser oder Gefahren durch chemische, biologische und radioaktive Gefahrstoffe können es unmöglich machen, das Haus oder die Wohnung zu verlassen. Darauf zielt der neue Ratgeber für Notfallvorsorge ab. Ein nützlicher Leitfaden, wie ich persönlich finde. Gerade für eine Gesellschaft, die in den letzten Jahrzehnten geprägt wurde „Alles“ zu „jeder Zeit“ zur Verfügung zu haben.
Was ist aber, wenn der Geldautomat auf einmal keine Scheine mehr ausspuckt, wenn ich nichts mehr kaufen kann, weil die Kassen ohne Strom nicht mehr funktionieren.
Hier kann der Leitfaden des Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe recht hilfreich sein. Was aber eine ebenso spannende und entscheidende Frage ist, beantwortet er leider nicht. Wie reagieren wir als Gesellschaft darauf, wenn so eine Situation auftritt, funktionieren da noch unsere gesellschaftlichen und sozialen Strukturen ?
Den Ratgeber einschließlich einer persönlichen Checkliste kann man sich solange es Strom gibt unter www.bbk.bund.de herunterladen
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