Die Zukunft Europas

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Schülerinnen und Schüler des Walter-Gropius-Berufskolleg trafen im Rahmen einer zweijährigen Comenius-Schulpartnerschaft drei ihrer Partnerschulen in Amsterdam. (Foto: privat)
 
Die Schüler besuchten das Greenpeace-Schiff „Sirius“. (Foto: privat)
„Wahnsinn, jeder Winkel hier ist ja ein tolles Fotomotiv“, so Klara, Schülerin des beruflichen Gymnasiums im Bereich Gestaltung am WGB, bei der Ankunft in Amsterdam. Die junge Schülerin war, wie viele ihrer elf Mitreisenden, zum ersten Mal zu Besuch in der wunderschönen niederländischen Hauptstadt.

Der Grund der Zusammenkunft war ein internationales Partnertreffen einer bereits zweijährig bestehenden Comenius-Schulpartnerschaft zwischen vier Nationen. Neben den Gastgebern in Amsterdam und der Bochumer Gruppe waren zum finalen Treffen ebenfalls die weiteren Partner aus Warschau/Polen und aus Iskenderun/Türkei für eine Woche anwesend.
Später am Tag traf die aufgeregte Schüler-Gruppe auf ihre internationalen Mitschüler, die sich an der Amsterdamer „Fotovakschool“, einer renommierte Schule für Fotografie, zur Realisation konkreter Projekte versammelten.
Bereits in vorangegangenen Projekttreffen in den anderen Teilnehmerländern „zeichneten“ die jungen Europäer und Europäerinnen ihr „young portrait of Europe“, also ein Porträt der jungen europäischen Generation, so der offizielle Projekttitel dieser Schulpartnerschaft.
In einem Stimmengewirr aus Englisch und den jeweiligen Landessprachen, taten sich hier und da schon direkt nach der Zusammenkunft erste nette Gespräche hervor. In Amsterdam arbeitete die buntgemischte Gruppe im Verlauf der Projektwoche an ihre konkreten Wunschvorstellungen für ein zukünftiges Europa. Visionen über ein grünere Umwelt, Maßnahmen des konsequenten Umweltschutzes und soziale Aspekte, wie sich jeder selbst mehr in Europa einbringen kann, waren die zentralen Fragen, die hier in Diskussionsrunden und in unterschiedlichen Fotografie-Workshops realisiert wurden.
Unterstützt wurde die inhaltliche Auseinandersetzung durch den Besuch des niederländischen Greenpeace-Hauptquartiers in Amsterdam. Auch das ehemalige Greenpeace-Schiff „Sirius“ konnte von den jungen Menschen im Amsterdamer Hafen bestaunt werden.
„Wir haben hier einen echt lebendigen Einblick in die umfangreiche Arbeit von Greenpeace in Amsterdam bekommen. Es ist schon aufregend, das Schiff „Sirius“ zu sehen, mit welchem so großartige Aktionen zum Schutz unserer Erde unternommen wurden. Dies war etwas ganz besonderes für mich.“ so die Bochumer Schülerin Klara weiter.
Bei einem abschließenden Besuch in Rotterdam lernten die jungen Menschen hingegen, was es heißt, zukünftig in einer sich klimatisch veränderten Welt zu leben. Bei dem Besuch der „Floating Pavillons“ im Hafengebiet konnten sie erkunden, wie energie-effiziente, schwimmende Häuser als ein Zukunftsmodell des Wohnens aussehen könnten. Angeregt von dieser Zukunftsvision formulierten und visualisierten Schülerinnen und Schüler ihre Ziele für ein umweltfreundlicheres Europa – und wie jeder im Kleinen dazu beitragen kann.
Im Ergebnis zeigte sich, dass diese jungen Menschen, die zuletzt mit Europa eher Krisenszenarien aus den Nachrichten verbanden, weiterhin an den europäischen Gedanken glauben und genaue Vorstellungen über ein friedliches und ökologisches Zusammenleben haben. Alle wollen dazu beitragen dieses eine große Ziel zu realisieren. Mit diesem, durch die EU geförderten Comenius-Projekt, ist ein weiterer Schritt in diese Richtung getan.
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