Benatelli-Elf holt den Cup: Kreispokalendspiele um den Moritz-Fiege-Cup: Favoritensiege und 700 Fans

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So sehen Sieger aus: CSV SF Linden bezwingt Post Altenbochum im Endspiel und feiert kräftig den Gewinn des Moritz-Fiege-Cups. Es gratulieren Klaus-Dieter Leiendecker (li.) und Gerd Halbherr (re.). Foto: Sure

Bei bestem Fußballwetter kamen mehr als 700 Zuschauer am Fronleichnamstag zur Platzanlage des SV Phönix Bochum. Und sie erlebten gutklassige Kreispokal-Endspiele um den Moritz-Fiege-Cup – die durchweg von den Favoriten dominiert wurden.

Von Martin Jagusch

"Sportlich gab es leider keine Überraschungen", sagte der neue Kreisvorsitzende Klaus-Dieter Leiendecker. "Dennoch bin ich sehr zufrieden mit dem Verlauf des Endspieltags. Phönix war ein professioneller Ausrichter, und wir haben guten und fairen Fußball gesehen. Besonders gefreut hat mich, dass mein Vorgänger Ulrich Jeromin vorbeigekommen ist."
Kreispokalspielleiter Gerd Halbherr gab bekannt, dass er sein Amt aufgibt: "Zehn Jahre sind genug, nun sollen mal Jüngere ran." Der 74-Jährige hört aus Altergründen auf. An seinem letzten Endspieltag "im Amt" freute ihn, "dass auch die Frauenspiele schon sehr gut besucht waren. Leider gab es zu wenig Spannung in den beiden Partien."

Klassenunterschied


Zum Auftakt spielten die Frauen von DJK Wattenscheid und SV Höntrop um Platz drei – und die Landesligisten aus Höntrop behielten mit 4:1 (0:0) die Oberhand. "Man hat den Klassenunterschied gesehen", so Thomas Baeck, Sportlicher Leiter der Rothosen. "Wir haben überlegen gespielt und auch in der Höhe verdient gewonnen."
Schon in der ersten Spielhälfte trafen seine Schützlinge fünfmal Pfosten oder Latte, doch das Glück der DJK Wattenscheid endete im zweiten Abschnitt. Einen Schuss von Höntrops Kristina Diemel fälschte Anna Lena Delseith unglücklich ins eigene Netz ab (52.), konnte aber im direkten Gegenzug das Missgeschick mit dem Ausgleich wettmachen (53.). Doch dann sicherten Helena Klein (61.), Marina Serwatka (66.) und Maria Bobori (72.) den Rothosen den verdienten Sieg und den dritten Platz in der Endabrechnung.

Debakel für Grumm

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Im Finale der Frauen holte sich SV Waldesrand Linden den Moritz-Fiege-Cup – und demütigte beim 9:2 (7:1) den Kontrahenten Eintracht Grumme. "Feines Wetter, die vielen Zuschauer sorgten für eine tolle Stimmung und wir haben schön gespielt. Alles passte!", lobte Jörg Farny, "Co" beim Landesligisten aus Waldesrand. Der zeigte dem Bezirksligisten aus Grumme, wo der Hammer hängt: Nach sieben Minuten führte Waldesrand bereits 2:0, und alle Dämme brachen. Sandra Schönlein (4), Sara Meinhardt (3), Jessica Zapka und Claudia Potrafke zeigten sich in bester Torlaune. Für Grumme trafen Annabell Gurtmann und Lena Wilhelmus.

Phönix' starkes Duo



Mittags stiegen die Spiele der Herrenteams. Hier trumpfte im kleinen Finale der Bezirksliga-Aufsteiger SV Phönix Bochum auf und schlug Landesliga-Absteiger TuS Heven mit 2:1 (0:0). Klingt knapp, war es im Grunde aber nicht. Die Bochumer hätten bereits 5:0 oder 6:0 führen können, ehe ein Eigentor nach Ecke von André Seifert für etwas Zählbares sorgte (49.). Der Ausgleich von Frederic Krawinkel (69.) blieb Episode, denn Timo Wnuk besorgte auf Vorlage von Seifert nur zwei Minuten darauf das 2:1 und damit den Siegtreffer. Bemerkenswert daran ist, dass sich das Duo Seifert/Wnuk auch im kleinen Pokalfinale als treffsicher erwies. Schon in der Liga-Saison 2015/16 zeigten die beiden mit insgesamt 90 (!) Toren einen exzellenten Torriecher. Phönix-Coach Marcus Himmerich war zufrieden: "Wir haben das Spiel ziemlich kräfteschonend dominiert. Mit etwas mehr Konzentration im Torabschluss hätten wir viel höher gewinnen müssen."

Nach 0:3 war’s vorbei


Auch im Finale um den Moritz-Fiege-Cup setzte sich der Favorit durch: CSV SF Linden schlug Post Altenbochum verdient mit 5:0 (2:0). "Mit dem zweiten Pokalsieg in drei Jahren haben wir gezeigt, dass in Linden erfolgreich gearbeitet wird", freute sich CSV-Trainer Frank Benatelli. Florian Pemöller und Roman Karpec trafen vor der Pause. Als dann Iliass Adinda-Ougba nur 20 Sekunden nach Wiederanpfiff Post-Keeper Björn Olbers überwand, war der Fisch gegessen. "Da gingen die Köpfe runter", so Post-Trainer Frank Rinklake. "Der Kopf konnte die müden Beine nicht mehr tragen, und der CSV hatte leichtes Spiel mit uns. Aber ich bin dennoch stolz auf meine Truppe."
Lindens Julian Martinez erhöhte auf 4:0 in der 76. Minute, bevor Iliass Adinda-Ougba mit seinem zweiten Tor (84.) für den Endstand sorgte. Voll des Lobes war Ex-Profi Frank Benatelli: "Ich möchte mich in erster Linie bei meiner Mannschaft bedanken, die in dieses Endspiel noch einmal alles reingeworfen hat. Die letzten Wochen waren aufgrund der Personalprobleme nicht einfach. Jetzt freuen wir uns auf die Spiele im Westfalenpokal und natürlich die Partie gegen die Profis des VfL Bochum!"
Frank Benatelli war glücklich, aber leider kaum zu verstehen: Er hatte sich buchstäblich heiser geschrieen, als er vor wenigen Tagen seinen Sohn Rico, der bei den Würzburger Kickers spielt, beim Relegationsspiel in Duisburg anfeuerte. Bekanntlich hat es geholfen: Rico Benatelli besiegelte in der 92. Minute mit dem 2:1-Siegtor über Duisburg den Aufstieg der Würzburger in die Zweite Liga. Erfolgreicher Fußball liegt der Familie wohl im Blut. Auch die Frauen vom SV Waldesrand Linden feiern ausgelassen: Sie düpierten im Finale Eintracht Grumme mit 9:2 – entsprechend groß die Freude.
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