Karate: Talent-Kader wieder in Sicht

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Die zwölfjährige Sofia Herari hat die Sportart Karate für sich entdeckt und trainiert in jeder freien Minute.

Der Weg war steinig für das junge Karate-Talent Sofia Herari: Erst wurde sie dank ihrer sportlichen Spitzenleistungen in den Talent-Kader des Deutschen Karate Verbandes aufgenommen, um dann wegen der fehlenden deutschen Staatsbürgerschaft wieder einer Absage gegenüberzustehen.

„Sofias Familie hat die deutsche Staatsbürgerschaft für alle Familienmitglieder beantragt. Doch nur ihr Vater und die jüngere Schwester haben nun einen deutschen Pass bekommen. Die Mutter, ihr älterer Bruder und sie selbst gingen leer aus. Obwohl Sofia in Deutschland geboren ist, erklärte der zuständige Sachbearbeiter, dass sie erst mit der Vollendung des 16. Lebensjahres die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten würde“, erklärt Horst Schwarz, Mitglied des Bochumer Sportzentrums.
Doch das Sportzentrum ließ nicht locker und setzte sich für das junge Ausnahmetalent ein: „Familie Herari bekam vom Landrat in einem sehr freundlichen Schreiben nun mitgeteilt, dass die Aufenthaltserlaubnis möglich ist. Somit hat Familie Herari auch prompt für Sofia und ihren Bruder Roma die entsprechenden Anträge mit Meldebescheinigungen und biometrischen Lichtbildern gestellt. Am 16. Juni wird die Familie vom Landrat zur Einbürgerungsfeier eingeladen, bei der die Kinder Sofia und Roma dann die Urkunde zur deutschen Staatbürgerschaft erhalten“, freut sich Horst Schwarz. Gemeinsam mit Trainer Andreas Fichtel machte er sich für Sofia und ihr Wiederaufnahmeverfahren stark. Sofias Aufnahme in den Talent-Kader der besten 15 Karateka deutschlandweit wurde durch den Deutschen Karate Verband abgelehnt. Jetzt gibt es wieder Hoffnung: „Jetzt steht der Karriere unserer Spitzenathletin nichts mehr im Wege und ihr Traumfernziel, Weltmeisterin zu werden, kann angegangen werden“, so Schwarz.
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