VfL Bochum gegen Kaiserslautern – Mlapa im Interview: „Wollen noch ein paar Plätze klettern"“

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Peniel Mlapa hofft gegen Kaiserslautern auf sein zweites Tor in der Rückrunde. Foto: Molatta
 
Klare Ansage von Peniel Mlapa: "Mit unseren Qualitäten müssen wir einfach mehr Tore schießen." Foto: Molatta
Bochum: Vonovia Ruhrstadion |

Aus Sandhausen hat der VfL Bochum am Wochenende zwar einen Punkt mitgebracht, konnte aber offensiv gar nicht überzeugen. Das soll am Mittwoch (5.4., 17.30 Uhr) im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern wieder ganz anders aussehen, hofft Peniel Mlapa. Ein Interview mit dem VfL-Stürmer über Selbstvertrauen, Qualität und Zielstrebigkeit.

Peniel Mlapa, am Mittwochabend trifft der VfL Bochum auf den 1. FC Kaiserslautern - ein Spiel, in das der VfL als klarer Favorit geht?
Peniel Mlapa: In der 2. Liga kann man in fast keiner Partie sagen, wer der Favorit ist. Die Spiele sind oft sehr eng, die Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte gewinnen auch gegen die Teams, die oben stehen. Aber wir haben ein Heimspiel, treten vor unseren eigenen Fans an – da wollen wir natürlich auch als Sieger vom Platz gehen.

Sollte der VfL diese Partie nicht auch mit breiter Brust angehen?
Wir gehen in jedes Spiel mit breiter Brust, und in den Heimspielen, mit der Unterstützung unserer Fans, ist sie noch ein Stück breiter. Es ist ein Flutlichtspiel, da hat jeder richtig Bock drauf. Wir gehen in dieses Spiel auf jeden Fall mit Selbstvertrauen. Und dann werden wir sehen, wie es läuft.

"Wir gucken nach oben!"

Bei einer Niederlage wird’s nach unten wieder eng, bei einem Sieg könnte man sogar Platz sieben ins Visier nehmen.
Wir gehen immer davon aus, dass wir ein gutes Spiel zeigen und gewinnen. Es macht keinen Sinn, vorher zu überlegen, was bei einer Niederlage wäre. Und das Ziel der Mannschaft ist es natürlich auch nicht, nach unten zu gucken oder da zu bleiben, wo wir jetzt stehen. Wir gucken nach oben, wir wollen noch ein paar Plätze klettern in der Tabelle. Mit der Qualität der Mannschaft sollte das möglich sein.

Bei der Nullnummer in Sandhausen am Wochenende war diese Qualität aber nur teilweise zu sehen. Defensiv stark, offensiv schwach – beschreibt das den Auftritt des VfL?
Uns ist auch bewusst, dass das Spiel in Sandhausen nicht gerade ein Sahnetag von uns war. Mit unseren Qualitäten müssen wir einfach mehr Tore schießen und vor allem auch mehr Chancen kreieren. Richtig klare Chancen hatten wir tatsächlich kaum. Am Ende waren es vielleicht zwei durch Jan Gyamerah und Marco Stiepermann, dazu noch gute Möglichkeiten durch Nils Quaschner in der ersten Halbzeit und Johannes Wurtz kurz vor Schluss. Wir wissen, dass wir mehr Möglichkeiten herausspielen müssen - und genau das versuchen wir auch gegen Kaiserslautern wieder zu tun.

Warum hat sich der VfL im Offensivspiel so schwer getan?
Zum einen muss man sagen, dass Sandhausen es sehr gut verteidigt hat. Sie haben sehr viel Wert auf ihre defensive Stabilität gelegt. Zum anderen hat bei uns nach vorne ein bisschen das Tempo gefehlt, die Laufwege haben auch nicht richtig gestimmt.

Hat auch die Systemumstellung auf eine 3-5-2-Formation eine Rolle gespielt?
Das sehe ich eher nicht so. Mit der Umstellung hätten wir eigentlich sogar noch mehr Chancen herausspielen müssen als sonst. Wir haben in diesem System noch mehr offensiv ausgerichtete Spieler dabei, daher darf das keine Entschuldigung sein.

"Wir müssen die Tore auch erzielen wollen!"

Was muss jetzt passieren, damit der VfL auch offensiv wieder besseren Fußball spielt?
Es würde schon sehr helfen, wenn wir ein frühes Tor erzielen würden. Dann wird es einfacher für uns. Dann kann der Gegner sich nicht mehr in erster Linie hinten reinstellen, sondern muss selbst aktiver werden und damit Räume anbieten. Das käme uns natürlich zugute. Generell müssen wir darauf achten, dass wir unsere Zielstrebigkeit beibehalten. Und: Wir müssen die Tore auch erzielen wollen!

In Sandhausen waren oft hohe Bälle das einzige Mittel. Muss die Mannschaft auch geduldiger bleiben und konsequenter versuchen, Dinge spielerisch zu lösen?
Vielleicht haben wir in manchen Situationen zu schnell eine Lösung gesucht und dann zu oft den hohen Ball nach vorne gespielt. Andererseits hätten wir Stürmer uns vielleicht auch besser freilaufen können, so dass die Bälle dann flach in die Tiefe gegangen wären. Das haben wir in diesem Spiel nicht gut hinbekommen.

Stürmer leben in erster Linie von den Toren. Sie selbst haben in der Rückrunde erst einmal getroffen. Nagt das ein bisschen am Selbstbewusstsein?
Es ist immer blöd, wenn du ein paar Spiele hintereinander nicht triffst, das ist doch ganz klar. Als Stürmer willst du am liebsten in jedem Spiel eine Bude machen. Es nervt dann einfach, wenn es nicht klappt. Aber es zieht mich nicht runter. Ich gehe jedes Spiel wieder bei Null an, versuche vor allem eine gute Leistung abzurufen und möglichst mein Tor zu machen. Also gehe ich davon aus, dass es nach dem Spiel gegen Kaiserslautern schon wieder anders aussieht als zuletzt.

Sieben Treffer stehen bislang zu Buche – was peilen Sie noch an?
Zweistellig wäre schon schön. Das sollte bis zum Saisonende noch drin sein.
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