Das war 2015

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Das Rathaus hat über 100 Jahre auf dem Buckel - nun wurde die grundlegende Restaurierung beschlossen. (Foto: Michael Kaprol)
Ein Großer geht, ein Großer kommt: Schon lange gab es Sorgen um den Karstadt-Konzern, doch als im Mai die Nachricht kommt, dass die Bottroper Filiale schließt, ist der Schock dennoch groß. 85 Mitarbeiter sind betroffen. Doch unerwartet schnell gibt es einen neuen Investor: Die Hamburger Devello Immobilien AG ist neuer Eigentümer des Karstadtgebäudes und will 20 Millionen Euro investieren.

Schon im Februar bestätigte sich das Gerücht, dass IKEA nach Bottroper kommt. Am Kraneburger Feld will der schwedische Möbelriese eine neue Filiale bauen.

Die Flüchtlingszahlen steigen, bis zum Jahresende werden über 2000 Menschen in Bottrop leben, die hier Schutz suchen. Leerstehende Schulen werden zu Unterkünften, Container aufgestellt, im Oktober wird der Spielraum belegt und es fällt die Entscheidung: Ab Mitte Januar dient auch der Saalbau als Notunterkunft.

Schon früh gründet sich der Verein Flüchtlingshilfe, in dem sich zahlreiche ehrenamtlich engagierte Bottroper zusammenschließen, um zu helfen.

In der ersten Jahreshälfte sind bei Eltern, aber auch bei deren Arbeitskollegen starke Nerven gefragt. Die Erzieherinnen in den städtischen Kitas streiken über Wochen immer wieder, so manches Urlaubskonto ist frühzeitig aufgebraucht.

Halbzeit: Seit ziemlich genau fünf Jahren trägt Bottrop den Titel Innovation City Ruhr und ist Modellstadt für den klimagerechten Stadtumbau. Durch abgeschlossene und bereits initiierte Maßnahmen und Projekte ergibt sich eine Reduktion der CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um rund 38 Prozent, das heißt um rund 100.000 Tonnen.

Das über 100 Jahre alte Rathaus soll ab Mai 2017 für rund neun Millionen Euro von Grund auf saniert werden. Das Land hat im September eine Förderung in Höhe von 80 Prozent zugesagt. Auf die Mitarbeiter und die Bürger kommt also eine Baustellen-Zeit zu.

Die Schulden wachsen weiter. Bei der Einbringung des Haushalts im Oktober muss der Kämmerer eine Verschlechterung in Höhe von rund fünf Millionen Euro bekannt geben.

Mit dem Feierabendmarkt, der im April an den Start ging, ist eine Marktlücke geschlossen worden, deren Existenz vorher kaum jemand ahnte. An jedem Öffnungstag ist es brechend voll, sowohl die Organisatoren als auch die Besucher freuen sich auf eine Fortsetzung in 2016.

Von einer zweiten Neuerung wird es ebenfalls eine weitere Auflage geben: Das Fest der Kulturen auf der Kirchhellener Straße.
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