Kinderferiencircus Bottrop feiert Silberjubiläum: Wenn Kinderaugen leuchten ...

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Die Damen und Herren vom Kinderferiencircus setzen alles in das richtige Bild. (Foto: Michael Kaprol)
Bottrop: Innenstadt |

An den kommenden drei Samstagen ist Galavorstellung. Dann zeigen die Jungen und Mädchen, die beim Kinderferiencircus mitgemacht haben, was sie alles gelernt haben. "Nach einer Woche Zirkus-Arbeit haben die Kinder leuchtende Augen, wenn sie ihr neues Können in der Manege präsentieren dürfen", sagt der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Bastian Hirschfelder. Er hat es als Kind bereits selbst miterlebt und auch seine Jungen wollen den Donnerberg nicht verpassen. In diesem Jahr feiert der Feriencircus Silberjubiläum.

"So lange es Kinder gibt, wird der Feriencircus weiterleben", ist Maria Caselly vom Kinderferiencircus überzeugt. Dem kann der Erste Beigeordnete Paul Ketzer nur zustimmen: "Das Projekt ist toll. Wer hier arbeitet, muss positiv bekloppt sein. Denn hier gibt es keinen Dienst nach Vorschrift. Jeder tut, was er kann, ohne auf die Zeit zu gucken. Die Cassellys sind mit Leib und Seele dabei, sie strahlen so viel positive Energie aus - Wir sollten ihnen am besten einen Lebensvertrag geben ..." 25 Honorarkräfte und ebensoviele Ehrenamtliche - die meisten davon waren selbst als Kinder hier - kümmern sich außerdem.
Immer montags werden über drei Wochen die neuen Kindergruppen begrüßt. In der Manege zeigen die Cassellys, was man im Circus so alles machen kann: Seiltanz, Bodenturnen, Akrobatik, Clownerei, Dressur, Jonglage - und die Jungen und Mädchen können sich dann entscheiden, welcher Gruppe sie sich gerne anschließen möchten. "Besonders beliebt sind Clowns, Seiltanz und Bodenakrobatik", weiß Nadine Puylaert. "Deshalb gelingt es nicht immer, dass jeder in seine Wunschgruppe kommt. Aber zusammen mit den Kindern finden wir immer eine gute Lösung für die Kleinen." Die Gruppeneinteilung findet ohne die Eltern statt. "Das ist viel unkomplizierter. Ein Kind sagte mir heute morgen 'ich soll in die Gruppe ...' - ich sagte der Kleinen, dass sie hier nicht in der Schule ist und selbst entscheiden darf - da guckte es nur ängstlich zu seiner Mutter hoch", beschreibt die Kinderferiencircus-Organisatorin eine typische Szene. Der Kinderferiencircus hat auch einen pädagogischen Effekt: "Es gibt wenig Projekte, die so nachhaltig sind. Dieses fördert das Selbstbewusstsein und die kommunikativen Fähigkeiten", so Bastian Hirschfelder. "Das hier ist etwas anderes als Schule. Hier müssen die Kinder selbst etwas aufbauen und darauf achten, dass sie zur richtigen Zeit am richtigen Platz sind", weiß Maria Caselly. "Schon Sechsjährige können das - die Lehrer der Kleinen waren immer völlig fasziniert, was Kinder auch organisatorisch schaffen können, ohne dass Mama und Papa daneben stehen."
Die dritte Ferienwoche ist eine integrative, hier werden behinderte Kinder ihr Können in der Manege trainieren. Alle drei Galavorstellungen werden am Samstag um 11 Uhr am Donnerberg stattfinden.
Aber auch, wer nicht in der Manege stehen wird, kann sich am Donnerberg vergnügen. Die Tageskarte kostet drei Euro. Die Kinder können sich etwas zu essen mitbringen oder für 3,50 ein warmes Mittagessen bekommen. Kettcar fahren, auf der Wasserbaustelle von Sven Magnus aus Dresden spielen, den Leseclub, die Schneiderei, den Malraum oder die Holzwerkstatt besuchen - es gibt zahlreiche Möglichkeiten. In dieser Woche gibt es außerdem den Waterwalk - hier kann man übers Wasser gehen, ohne nass zu werden. Auch eine Kinderdisco steht diese Woche auf dem Programm. Eine Woche lang wurde aufgebaut. Die Damen und Herren vom Kinderferien-Circus werden die Auftritte er Kinder in den richtigen Rahmen setzten. Foto: Kappi
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