Gesundheitstalk zu Diabetes in der Alten Börse

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Beim Gesundheitstalk zum Thema Diabetes gaben Fachleute auf der Bühne umfassende Informationen zum Thema. (Foto: Michael Kaprol)

"Eine Versuchung, der viele nur schwer widerstehen können", nennt es Oberbürgermeister Bernd Tischler in seinem Grußwort. "Wenn Zucker nicht nur süß macht - wie man Diabetes früh erkennen und behandeln kann" lautete am Donnerstag Abend das Thema beim Gesundheitstalk "Bottrop informier dich!".


Die Zahlen, mit denen der Leiter des Gesundheitsamtes Dr. Christian Marga die Dringlichkeit des Themas untermauerte, sprechen eine deutliche Sprache: Rund 4,5 Millionen Diabetes-Patienten gibt es in Deutschland, die Fachleute gehen von einer Dunkelziffer von einer weiteren Million aus. "Übergewicht ist dabei ein ganz großes Problem, sagt Dr. Marga, "selbst bei Kindern, die eingeschult werden, sind bereits zehn Prozent zu dick."

Übergewicht ist mit der genetischen Veranlagung eine der Hauptursachen für Diabetes, falsche Ernährung und Bewegungsmangel tun ihr Übriges. "Die Krankheit hat einen Vorlauf von rund zehn Jahren, in der Zeit merken die Patienten nichts davon", erklärt Dr. Reinhard Welp, Diabetologe am Knappschaftskrankenhaus, die Problematik. Wenn Diabetes schließlich festgestellt werde, spielt die Schulung und regelmäßige Kontrolle der Wert des Erkrankten eine große Rolle. "Die Lebenserwartung eines perfekt eingestellten Patienten ist etwa so groß wie bei allen anderen", sagt Dr. Welp. "Dabei ist das Verhalten im Alltag ganz wichtig."

Das weiß auch Yasar Önceken. Vor zehn Jahren bekam er die Diagnose Diabetes. "Das war erstmal ein Schock", erzählt er. Doch dann hat er angefangen, sich mit seiner Krankheit auseinander zu setzen. "Ich habe abgenommen, angefangen Sport zu treiben, habe meine Eßgewohnheiten verändert", zählt Yasar Önceken auf. Heute kann er sagen: "Ich gucke morgens und abends was ich esse, aber das war dann schon fast alles. Man kann mit Diabetes normal weiterleben."

Wie immer konnte das Publikum sich einbringen. Und so antworteten die Experten auf Fragen wie ""Ab welchen Werten bin ich denn Diabetiker?", "Löst Aufregung höhere Werte aus?", "Drei oder fünf Mahlzeiten?" oder "Gibt es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten?".
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