Rezension "Ich bin vielleicht verrückt, aber nicht blöd" von Arnold Rubel

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Das Buch „Ich bin vielleicht verrückt, aber nicht blöd“ von Arnold Rubel, das über die „irren Erlebnisse“ desselbigen als Pfleger in einem psychiatrischen Krankenhaus in Wien berichtet, hat sich gut und flüssig lesen lassen.

Zu verdanken ist dies sicher Ernst Kaufmann, der die Berichte seines Kumpels Arnold quasi im Plauderton aufgezeichnet hat.

Auf unterhaltsame Weise lernen wir Leser einige Patienten kennen, für die Rubel über die Jahre Bezugsperson war. Wir werden mit der ein oder anderen „Störung“ konfrontiert, die sicher auch zum Schmunzeln verleitet – andererseits betritt man Neuland und erfährt, dass die moderne Pychiatrie längst nicht mehr das Image einer Anstalt für Irre hat oder gar „Klapsmühle“ genannt werden darf. Hier fliegt keiner übers Kuckucksnest, dafür aber beispielsweise das ein oder andere Haushaltsgerät auf die Straße.

Der Leser entwickelt Mitgefühl, nicht nur für die Patienten, sondern auch für das Personal und ist gleichzeitig froh, relativ „normal“ durchs Leben gehen zu können.
Das Buch hat durchaus Potential verfilmt zu werden. Allerdings befürchte ich, dass es dann ins Komödiengenre abrutscht und dem Inhalt und Aussageabsicht des Buches nicht gerecht wird.

Ich empfehle es gerne allen weiter, die einen Einblick in den Alltag eines psychiatrischen Krankenhauses gewinnen möchten, ohne von zuviel Fachchinesisch erschlagen zu werden.
Am Ende bin ich dann doch nicht verrückt geworden – nur werde ich in Zukunft vorsichtiger damit sein, andere derart zu betiteln.

Arnold Rubel/Ernst Kaufmann
„Ich bin vielleicht verrückt, aber nicht blöd“
Verlag: Schwarzkopf und Schwarzkopf
8
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