Bottroper startet beim Triathlon in Roth: 6500 Trainingskilometer

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Tim und Taylor Smuda starten an diesem Wochenende in Roth. (Foto: privat)

Bottrop. 3,8 Kilometer Schwimmen, danach 180 Kilometer mit dem Rad über den Asphalt brettern und anschließend noch einen Marathonlauf hinten dranhängen. Das steht für den Bottroper Tim Smuda am Sonntag im fränkischen Roth auf dem Programm. Tim ist seit 25 Jahren Hochleistungssportler. Morgen möchte er die Neun vorne sehen.

"Wenn das ganze aber zehn Stunden plus dauert, ist das auch nicht schlimm", versucht sich der 34-Jährige den Druck zu nehmen. "Manchmal erwischt man halt einen gebrauchten Tag." Der Triathlon im fränkischen Roth ist immer schon nach wenigen Minuten ausgebucht: "Wer sich nicht sofort anmeldet, hat keine Chance", weiß der Triathlet, der zum fünften Mal dort startet. "Die Stimmung auf der Strecke ist bombastisch. Vor dem Start tönt AC/DC, Hells Bells, über alle Lautsprecher. 6.000 Helfer kümmern sich um 5.000 Starter. 180.00 bis 250.000 Zuschauer feuern an." Um 6.35 Uhr wird Tim an den Start gehen.

Durchgehalten trotz Hüftverletzung


9:51 war 2010 seine Bestzeit, 2012 ist er den Triathlon in Roth in 10:14 gelaufen. 2014 ist er auf Mallorca gestartet. "Hier brauchte ich zwölf Stunden, denn ich hatte eine Hüftverletzung und konnte deshalb die letzten 30 Marathon-Kilometer nur noch walken. Auf dem Rad und im Wasser waren meine Zeiten aber super."
Für den aktuellen Triathlon trainiert Tim Smuda seit Oktober, die Planung hat Ex-Profi Dirk Aschmoneit gesteuert. 6.500 Trainingskilometer sind in allen drei Disziplinen zusammengekommen. Mindestens 200 Kilometer pro Woche hat er zurückgelegt. "Etwa 10 Kilometer schwimmen, 30 bis 35 Kilometer laufen und mindestens 150 Kilometer radeln standen meinem Programm", blickt er zurück. Erkältungen und Knieprobleme kamen ihm in dieser Zeit dazwischen. "Ich musste vier Zwangspausen einlegen. Aber keine Vorbereitung geht glatt." Trotz der Rückschläge hofft Smuda auf eine neue persönliche Bestzeit.
Wie er so viel Training trotz seiner Arbeit bei der Caritas mit einer 30- bis 35-Stunden Woche hinbekommt und sich außerdem um Sohn, Haushalt und Hund kümmert, erklärt der Sportler so: "Das ist ein gutes Zeitmanagement. Taylor ist sehr selbständig, er hilft mir gerne und geht auch mit dem Hund raus." Ein entspanntes Wochenende mit Füße hochlegen steht für Tim Smuda selten auf dem Programm: "Dann läutet mein Wecker bereits um 4 Uhr in der Früh und ich setze mich auf den Heimtrainer." Seine Frau kann aber ausschlafen. Wenn solche Trainingsphasen anstehen, übernachtet er im Gästezimmer.

Die Konkurrenz locker abgehängt


Sein Sohn Taylor wird heute um 13 Uhr an den Start gehen. In diesem Jahr stehen insgesamt sieben Wettbewerbe für den Achtjährigen an. Vier hat er bereits hinter sich. Bei allen konnte er die Konkurrenz locker abhängen. "Die 100 Meter Schwimmen, 2,5 Kilometer Radfahren und 500 bis 1.000 Meter Laufen schafft Taylor in 16 bis 17 Minuten. Mit Zwang passiert hier nichts. Aus dem Schwimmverein habe ich ihn angemeldet, weil er sich gedrillt fühlte. Wir sind ein gutes Team!"
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