Ein haariges „Opfer“: Achtjährige Emily spendete ihre Haare

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Die achtjährige Emily Karowski-Grundmann hat sich ihren 40 Zentimeter langen Zopf abschneiden lassen, um so krebskranken Kindern zu helfen. (Foto: Thiele)

„Ach du meine Güte!“ Das dachte sich die achtjährige Emily Karowski-Grundmann, als ihre Tante ihr ihren langen Zopf abschnitt. Doch dann überwog die Freude, denn mit ihrem „Opfer“ möchte die Castrop-Rauxeler Schülerin gleich doppelt Gutes tun.

Zum einen spendet Emily ihren Zopf, damit daraus eine Perücke für Krebskranke entstehen kann. Zum anderen wird sie das Geld, das sie für ihre Haare erhält, der Onkologie der Kinder- und Jugendklinik Datteln zukommen lassen.
„Ich habe im Internet ein Mädchen gesehen, das seine Haare gespendet hat, und fand das ganz toll“, erzählt Emily, wie sie auf die Idee gekommen ist. Erst war sie noch etwas unsicher, ob sie ihre 40 Zentimeter langen Haare, die sie seit ihrem dritten Lebensjahr hat wachsen lassen, wirklich abschneiden soll. Aber dann rückte sie von ihrem Entschluss nicht mehr ab, krebskranken Kindern, die aufgrund der Chemotherapie ihre Haare verloren haben, zu helfen.
„Weil ich wusste, dass es in der Kinder- und Jugendklinik Datteln eine Krebsstation gibt, habe ich dort angerufen, und man hat mir den Namen eines Friseurgeschäfts genannt, das Perücken herstellt“, erzählt ihre Mutter Stefanie Grundmann.
Nun sind Emilys Haare auf dem Weg nach Velen, wo sie verarbeitet werden sollen. Damit dies möglich ist, musste Emily vorher gut auf ihre abgeschnittene Pracht aufpassen. „Wir durften den Zopf nicht aufmachen, und er musste in einer Tüte bleiben“, berichtet die Achtjährige. Die Tüte diente dazu, dass die Haare nicht staubig wurden.

Für ihre Haare wird Emily von dem Friseurgeschäft demnächst einen Wertscheck erhalten. „Ja nach Länge und Dicke sind es bis zu 150 Euro“, erklärt Stefanie Grundmann. Dieses Geld wird die Schülerin dann der onkologischen Station der Dattelner Kinder- und Jugendklinik spenden.
„Irgendwie ungewohnt“, kommt sich Emily mit ihrem neuen kurzen Haarschnitt, einem Bob, jetzt vor. „Aber schade ist es nicht.“ Die Achtjährige kann sich daher durchaus vorstellen, ihre Haare wieder wachsen zu lassen, um sie erneut für den guten Zweck zu spenden.

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Bruni Rentzing aus Düsseldorf | 07.10.2014 | 16:07  
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