Friedensdorf-Projektpartner berichtet von schweren Überschwemmungen in Kambodscha

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Ein Eindruck von Ende September. Inzwischen ist der Wasserstand gestiegen.

In Kambodscha herrscht aktuell Regenzeit. Dabei ist es nicht ungewöhnlich, dass der Mekong über die Ufer tritt und die angrenzenden Gebiete überflutet. Wie der kambodschanische Friedensdorf-Projektpartner Chau Kim Heng jetzt mitteilte, hätten die Überschwemmungen in diesen Tagen jedoch ein extremes Ausmaß erreicht.

Er selbst schätzte die Überflutungen fast ebenso schlimm ein wie im Jahr 2011, die Nachrichtenagentur Reuters bezeichnet das Hochwasser als das schlimmste in den vergangenen Jahren. Sieben Provinzen entlang des Mekong-Flusses seien betroffen, tausende Menschen hätten mit ihren Haustieren ihre Wohnhäuser verlassen und sich in höher gelegene Regionen begeben müssen. Am Dienstag sollen bereits 30 Menschen durch die Überschwemmungen zu Tode gekommen sein, viele Menschen seien von der Außenwelt abgeschnitten. Neben Häusern seien auch viele Reisfelder überschwemmt, die für viele Menschen eine wichtige Lebensgrundlage darstellen.

Friedensdorf-Leiter Thomas Jacobs und Mitarbeiterin Birgit Hellmuth waren Ende September auf einer Dienstreise in Kambodscha. Zu diesem Zeitpunkt gab es bereits die für die Regenzeit typischen Überschwemmungen, die sich seit gestern offenbar dramatisch verschlimmert haben. Auch bei den heftigen Überflutungen im September 2011 waren die Friedensdorf-Mitarbeiter zugegen, um während ihrer Dienstreise verschiedene Basisgesundheitsstationen zu besuchen, die das Friedensdorf dort errichtet hat. Eine Gesundheitsstation konnte damals nur per Boot erreicht werden, da das Wasser bis knapp unter die Türschwelle gestiegen war. Später stellte sich glücklicherweise heraus, dass die Innenräume nicht in Mitleidenschaft gezogen worden waren. Das Friedensdorf hofft für die Menschen vor Ort, dass sich die Lage möglichst schnell wieder entspannen und keine weiteren Opfer fordern wird.

Dass das feuchtwarme Klima auch außerhalb der Regenzeit ein Problem für die Bausubstanz darstellt, konnte das Friedensdorf-Team einmal mehr bei der kürzlich durchgeführten Dienstreise erfahren. So sagte das Friedensdorf die Sanierung bzw. den Abriss und Neuaufbau zweier bereits bestehender, jedoch völlig maroder Gesundheitsstationen zu. Auch das seit 1996 bestehende Friedensdorf Nattandiya auf Sri Lanka bedarf einer dringenden Sanierung der Bausubstanz, die durch die klimatischen Bedingungen stark angegriffen ist.
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