Der Heimatfilmabend im Roxy: Dortmunder Filmemacher Daniel Hein im Interview

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Daniel Hein: „Ich kann eigentlich nur Filme machen, über die Menschen, die ich mag“. (Foto: Bohnenkamp/DSW21)
Dortmunds ältestes Kino – das Roxy in der Münsterstraße – zeigt am 13. Februar gleich drei Filme des Dortmunder Filmemachers Daniel Hein. Der Stadt-Anzeiger interviewte den Mann hinter der Kamera.

Heimatfilm – was heißt das für Dich?

Meine Heimat ist das Ruhrgebiet – geboren in Castrop-Rauxel, lebe ich seit über 20 Jahren in meiner Lieblingsstadt Dortmund. Ich drehe auch woanders – aber Filme mit Herzblut und innerer Verbundenheit können für mich nur hier entstehen.
Der Begriff Heimatfilm ist natürlich auch anders besetzt – mit Trachten, Alpen usw.
Ich glaube, das ist bei mir etwas anders.

Wie kommst Du auf deine Themen, auf die Menschen, die du porträtierst?

Ich tummle mich, ich lese Zeitung, ich bekomme Tips von Freunden. Manchmal kommt die Erinnerung durch: Bei einer Schrotthändlerin aus Rauxel war es die Frage: da war doch vor 20 Jahren mal was, gibt es das noch? Wenn zum spannenden Thema noch Sympathie dazu kommt, kann es los gehen.

Sympathie?
Ja, ich kann eigentlich nur Filme machen, über die Menschen, die ich mag.
Das war beim BVB-Fan-Projekt-Film so, das ist auch heute bei den Filmen so, die ich über Dortmunder Lebenswege gemacht habe. Sympathie heißt nicht zu unkritisch zu sein, ist aber die Grundlage für eine gute Arbeit. Ich hoffe, das kommt auch in den Filmen rüber. Ob Schriftsteller, Suchtberater, Musiker, Gitarrenhändler – meine Hauptpersonen haben von mir schon einen Sympathiervorschuss.

Was hast Du für Lieblings-Filmthemen?
Da sind Menschen, die ihre sehr eigenen Lebenswege gehen, da stellt sich mir auch immer die Frage nach Entscheidungen, wie man sein Leben leben will. Da ist aber auch die Kunst und Kultur, Landschaften und, nicht zuletzt, der Fußball.

Was stellst Du dir als nächstes Thema vor?
2017 ist das Jahr der Wahlen, das reizt mich, das mal „von unten“ aufzuziehen, also von der lokalen Ebene. Außerdem muß ich unbedingt mal wieder an die Nordsee – diesmal mit Kamera. Mehr sei aber nicht verraten...

Termin
13. Februar, 19 Uhr im Roxy-Kino an der Münsterstraße. Eintritt 5 Euro, gezeigt werden drei Filme: „Der Song deines Lebens“, „Vladimir – Soldat und Suchtberater“ und „Malorny – Schriftsteller, Sonderreiniger“.
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