Bodo feiert Geburtstag

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Das Team des Magazins und des Bücherbasars feiert am Wochenende den Geburtstag des Vereins. (Foto: Archiv)
Dortmund: Bodo | Für Samstag, 23. Februar, lädt der gemeinnützige Bodo e.V. ab 10 Uhr in die Vereinsräume am Schwanenwall ein. Mit einer kleinen Feier mit Livemusik und „Wintergrillen“ möchten sich Verein und Redaktion Freunden und Lesern für 18 Jahre Unterstützung bedanken.

Die junge Dortmunder Band „Zirkus“ spielt Balkan-Pop, Vereinsräume und Redaktion sind für alle Interessierten geöffnet und es gibt verschiedene Aktionen im Buchladen des Vereins, ein vegetarisches Buffet und Herzhaftes vom Grill.

Im Februar 1995 erschien die erste Ausgabe des Straßenmagazins Bodo. Am Anfang stand ein gutes Beispiel. „Big Issue“, das britische Vorbild aller europäischen Straßenzeitungen hatte schon aufs Festland ausgestrahlt. Mit Hinz&Kunzt in Hamburg gab es ein innovatives Konzept zur Bekämpfung von Obdachlosigkeit, das den Mieterverein Dortmund veranlasste, auch die Gründung einer Straßenzeitung im Ruhrgebiet anzustoßen.
Am Ende der Gespräche mit Einrichtungen und Trägern stand bodo als monatliches Magazin für Bochum und Dortmund, verkauft von Menschen auf der Straße: „Zwei Mark, eine Mark für den Verkäufer“.
Inzwischen sind soziale Straßenzeitungen eine weltweite, eng vernetzte Bewegung. Im Internationalen Verband der Straßenzeitungen (INSP) sind mehr als 100 Straßenzeitungen und -magazine organisiert, in 40 Ländern von Norwegen bis Südafrika, von Portugal bis Japan. Die monatliche Gesamtauflage ist inzwischen siebenstellig (!) und mehr als 200.000 Menschen in Armut konnten bisher durch soziale Straßenzeitungen ihre Lebenssituation verbessern.

Bei Bodo sind es beinahe 1000, die einen Verkäuferausweis ausgestellt bekamen, sich mit dem Verkauf etwas dazuverdienten und die Versorgungs- und Beratungsangebote des Vereins wahrnahmen. „Zurzeit verkaufen mehr als 100 Frauen und Männer das Straßenmagazin Bodo“, sagt Oliver Philipp, Vertriebsleiter bei Bodo und zuständig für Beratung und die Belange der Verkäufer. Das 40-seitige Magazin kostet 1,80 Euro, 90 Cent behält der Verkäufer.

„Inzwischen gibt es Ausgabestellen in Dortmund, Bochum, Unna, Witten und Herne und Beratungsangebote in Dortmund und Bochum. Die Auflage konnte deshalb in den letzten Jahren auf inzwischen 20.000 erhöht werden, das freut uns sehr.“
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