Streifenwagen mit 455 PS: Polizei setzt bei Rasern auf Kontrollen und Prävention

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Dieser Mustang sieht nach Polizei aus - ist aber nur ein Showcar. Foto: Polizei NRW
Spektakuläres Showcar der Polizei beim Tag der Verkehrssicherheit: Noch in den frühen 1970-er Jahren fuhr die Polizei im Käfer. Da lachten die Gauner. Diese Blaulicht-Kutsche hat 455 PS, braucht von 0 auf 100 etwas über vier Sekunden und fährt knapp 270 Stundenkilometer Spitze - da werden alle Raser blass.

Doch gemach - es ist nur ein Showcar in Streifenwagen-Optik, mit dem die Dortmunder Beamten jetzt beim Tag der Verkehrssicherheit für Aufsehen sorgten. Der Ford Mustang ist ein Konzept-Auto der Kampagne „Tune it! Safe!“, die Autofans verdeutlichen soll, dass beim Thema Tuning nicht nur Kreativität zählt, sondern auch die Sicherheit.

Der serienmäßige Mustang GT mit 421 PS wurde vom Ford-Tuner Wolf Racing nochmals verschärft. Am vergangenen Samstag kontrollierten die Beamten - an dem auffälligen US-Renner platziert - rund 130 Fahrzeuge im Innenstadtbereich. Ziel war es auch diesmal gegen Raser und illegale Rennen in Dortmund vorzugehen. Insgesamt kontrollierten die Beamten 130 Fahrzeuge.

Zwölfmal keine Weiterfahrt

Viele Änderungen an den Fahrzeugen waren nicht eingetragen und / oder wiesen technische Mängel auf. Diese Fahrzeuge wurden von einem Sachverständigen unter die Lupe genommen. Besonders auffällig war ein 23-jähriger BMW-Fahrer aus Hagen. Trotz frischer Hauptuntersuchung wies das Fahrzeug drastische Mängel auf. Durchrostung sowie Schleifspuren an den Radkästen waren nur der Anfang. Die Beamten untersagten die Weiterfahrt. Die Bilanz in Zahlen: 47 Verwarnungsgelder und sieben Ordnungswidrigkeitenanzeigen für Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit, 14 Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Erlöschen der Betriebserlaubnis und technische Mängel und zwölfmal wurde die Weiterfahrt untersagt. Vier Strafanzeigen (einmal Fahren unter Alkohol, dreimal Fahren ohne Fahrerlaubnis) wurden gefertigt.

Wichtig war der Polizei an diesem Tag neben der Kontrolle aber auch "ins Gespräch zu kommen" - mit Anwohnern, als auch mit Tuning-Freunden. Denn wer "freiwillig" vorbeischaute, konnte Fragen stellen und sein Fahrzeug einem externen Gutachter zeigen. "Wenn dann vielleicht nicht alles so hunderprozentig korrekt war, haben Gutachter und Fahrer darüber gesprochen, ohne dass es direkt ein Knöllchen von uns gab", so die Polizei.
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