Hoffmanns Gespräche mit Ingrid Fischbach

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"Medikamente per Post - eine Gefahr für unser solidarsches Gesundheitssystem?"

Im Rahmen der Reihe "Hoffmanns Gespräche" war am Samstag Ingrid Fischbach, parlamentarisches Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, in Dortmund zu Gast. Anlass war ein Urteil des Europäischen Gerichtshof, das es Versandapotheken weiterhin erlaubt, Teile des Verkaufspreises als Bonus an die Kundinnen und Kunden auszuzahlen.

Die beiden Unionspolitiker betonten die enorme Bedeutung persönlicher Beratung durch ausgebildetes Fachpersonal in den Apotheken. Häufig seien es nur die Apothekerinnen und Apotheker, die einen zuverlässigen Überblick über alle verschriebenen und eingenommenen Medikamente hätten und so auch mögliche negative Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Wirkstoffen, rechtzeitig verhindern könnten.

Während die Apothekerinnen und Apotheker den Versandhandel nicht generell als Konkurrenz fürchten, bereitet ihnen der drohende Wegfall der Preisbindung hingegen Sorgen. So würde der faire Wettbewerb zum Nachteil der beratungs- und serviceorientierten Apotheken vor Ort verzerrt. Bereits heute profitieren Versandapotheken von niedrigeren Steuern im Ausland und dem Wegfall des Beratungszuschlags, den diese Händler nicht erheben können.

"Ein Preiskampf über Beratungskosten ist unfair und greift die ortsansässigen Apotheken als wichtigen Teil unseres Gesundheitssystems an. Beratung und Betreuung, über den reinen Handel hinaus, aber machen die Apotheken vor Ort so unersetzlich", so Thorsten Hoffmann.

Ingrid Fischbach und Thorsten Hoffmann werden sich dafür einsetzen, den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten, im Sinne des solidarischen Gesundheitssystems, künftig in Deutschland zu verbieten.
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