Zeichensprache im Urlaub

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„Alles in Ordnung – ein super Preis“ – wer das im Türkeiurlaub z.B. auf einem Basar mit dem Daumen nach oben darstellt – so wie wir es in Deutschland machen würden – der wird sein blaues Wunder erleben, warnt der Dortmunder Mimik und Körpersprache-Experte Frank Wittke. Diese Geste ist in der Türkei eine Aufforderung zum Geschlechtsverkehr – unter Homosexuellen.

Wer in Urlaub nach Griechenland, Lateinamerika oder Russland fährt, der wird ähnliche, wenn auch nicht ganz so drastische Reaktionen ernten: „Hier bedeutet Daumen hoch – ‚Du kannst mich mal!‘“, so der Organisationspsychologe.

Ein weiteres Beispiel aus dem Repertoire der Körpersprache: In Deutschland ist es eine „Alles Okay“ Geste: Mit Zeigefinger und Daumen einen Ring formen. Auch unter Tauchern heißt sie: „Alles in Ordnung“. In Italien und Griechenland können Sie damit Tumulte auslösen, da bedeutet die Geste nämlich ‚A….loch‘.

„Nun kann man nicht jede Sprache gleich komplett lernen, es macht deshalb Sinn, sich in ein Café zu setzen und sich die Gestik und Mimik anzuschauen“, empfiehlt Wittke.

Es gibt jedoch auch spezielle mimische Signale, die einem das Kommunizieren im Urlaub vereinfachen können. Dafür braucht man keine Sprache erlernen, sondern nur eine gute Wahrnehmung. „Es gibt sieben universelle Mimiken, die sogenannten Basisemotionen, die überall auf der Welt gleich sind: Angst, Ärger, Verachtung, Freude, Trauer, Ekel, Überraschung. Wer diese Mimiken zeigt – hat immer den gleichen Gesichtsausdruck – egal ob in Dortmund oder dem Rest der Welt“, so Mimikcoach Frank Wittke. Sprich: Egal auf welchem Kontinent, unser Gesicht zeigt immer den gleichen Ausdruck – und dahinter stecken immer die gleichen Emotionen – und damit auch Gedanken.

Sieht man beispielsweise beim brasilianischen Kellner ein kleines Grübchen in der Backe – oftmal nur wenige Sekunden lang – dann ist das ein relativ sicheres Zeichen für ‚Verachtung‘.

Gleichwohl muss man hier aufpassen: „Es kommt auch immer auf den Kontext an“, so der Trainer und Coach. Und einfach zuhause bleiben – das ist auch keine Alternative. Wer dennoch in Dortmund bleibt, der kann sich speziell über diese sieben mimischen Signale, die überall auf der Welt gleich sind informieren. Am 8. September ist Frank Wittke mit seinem Vortrag: „Entschlüsseln Sie den Code der Mimik“ zu Gast im Depot an der Immermannstr. Beginn: 19.07 Uhr.
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