Eisadler Dortmund – Dinslakener Kobras 7 : 3 (1:1,4:0,2:2)

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T. Kuntu-Blankson (Foto: EAD)
 
C. Gose (Foto: EAD)
Dortmund: Eisstadion | Als in der Schlussminute sehr lautstark „Oberliga, Oberliga, hey, hey, hey“ durch das erneut sehr gut gefüllte Dortmunder Eissportzentrum schallte, da war das nicht nur der Ausdruck der großen Freude über den zweiten Aufstieg in Folge im erst zweiten Jahr des Bestehens der Eisadler Dortmund. Es zeigte auch gleichzeitig die Erleichterung der Fans. Der 7:3-Heimsieg der Eisadler im dritten und entscheidenden Play-Off-Halbfinalspiel gegen sich erneut engagiert wehrende Dinslakener Kobras wurde zu Beginn des zweiten Spielabschnitts vorentscheidend auf den Weg gebracht, als der 1:1-Zwischenstand nach den ersten Zwanzigminuten auf 4:1 ausgebaut werden konnte. Dies wirkte befreiend für das Team von EAD-Coach Krystian Sikorski und so konnte dann nach Spielschluss nicht nur der Aufstieg in die Oberliga West sondern auch der Einzug in das Finale um die Regionalliga West Meisterschaft gefeiert werden. Dort treffen die Eisadler nun auf den Kölner EC. Die genauen Termine werden am Wochenbeginn zwischen beiden Vereinen abgestimmt.

Die Partie konnte erst mit einer zehnminütigen Verspätung durch den sicheren Hauptschiedsrichter Eugen Schmidt angepfiffen werden. Vor dem Stadion gab es noch kurz vor 19 Uhr eine lange Schlange, da die Eisadler nur über einen Kassenraum verfügen. Nach dieser Verzögerung fanden dann aber 982 Zuschauer den Weg zu diesem Entscheidungsspiel und sie sollten ihr Kommen nicht bereuen. Beide Mannschaften lieferten sich sofort ein spannendes Duell, so wie man es nach den ersten beiden Partien vom letzten Wochenende erwarten konnte. Bereits nach 24 Sekunden gab es den ersten Schuss auf das Kobra-Gehäuse und dass die Gäste nicht gewillt waren, freiwillig das Spiel abzugeben, sah man in der 3. Spielminute. Dinslakens Kapitän Sven Linda konnte sich durchsetzen, aber Eisadler Keeper Marius Dräger war auf dem Posten. Im Gegenzug scheiterte Christian Gose nach einem Alleingang am Kobra Torhüter Dennis Rudolph. Die sechste Minute zeigte, warum sich die Eisadler in den Play-Offs mit den Kobras so schwer getan haben. Gästestürmer Kamil Vavra schnappte sich den Puck in der neutralen Zone, zog an allen vorbei und versenkte die schwarze Hartgummischeibe zum 0:1. Es war also erneut Schwerstarbeit angesagt. Die sollte trotz guter Möglichkeiten erst 16 Sekunden vor der ersten Pausensirene von Erfolg gekrönt werden. Tommy Kuntu-Blankson setzte sich mit einem Alleingang gut in Szene und konnte nur regelwidrig am Abschluss gehindert werden. Den fälligen Penalty schob er gekonnt durch die Schoner des Gästekeepers.

Mit noch mehr Druck starteten die Eisadler in den zweiten Abschnitt, man merkte dem Team an das es nun auf die Entscheidung aus war. Das erste zählbare Zeichen setzte Christian Gose in der 24. Minute, im Nachschuss markierte er das 2:1. Die Kobras zeigten sich (noch) nicht beeindruckt, Kamil Vavra hatte nur eine Minute später den Ausgleich auf dem Schläger, vergab die Chance aber. Es folgte die 27. Minute und die brachte schon eine kleine Vorentscheidung. Innerhalb von nur 21 Sekunden konnten erst Andrej Karmancikov und dann Matthias Potthoff auf 4:1 erhöhen. Gästetrainer Thomas Schmitz nahm daraufhin eine Auszeit um sein Team neu einzuschwören. Aber als dann Kamil Vavra in der 31. Minute eine Zweiminutenstrafe zuzüglich einer zehnminütigen Disziplinarstrafe wegen Check gegen Kopf und Nacken einstecken musste, nutzten die Eisadler nach einer Dinslakener Breakchance durch Sven Linda diese Überzahl um erneut durch Matthias Potthoff auf 5:1 zu erhöhen. Da den Kobras nun zumindest bis zum Beginn des letzten Abschnitts ihr wichtigster Stürmer fehlte, hatten es die Eisadler etwas leichter den Vorsprung zu halten.

In den letzten Zwanzigminuten machten die Eisadler dann alles klar. Zuerst war es der zweite Treffer von Christian Gose an diesem Abend, der in der 44. Minute für das 6:1 sorgte und mit dem 7:1 durch Malte Bergstermann nach 52 Minuten konnte man schon einmal den Feiermodus einschalten. Daran änderten auch die beiden Dinslakener Treffer durch Tim Cornelißen am Ende nichts mehr. Nach Spielschluss zeigten sich beide Trainer positiv angetan von dieser spannenden Play-Off-Runde. „Meine Mannschaft hat es dem Favoriten schwer gemacht. Das war unser Ziel als Außenseiter. Heute war es diese Phase im zweiten Abschnitt, wo unsere Ordnung verloren ging. Trotzdem bin ich zufrieden, nun wollen wir zum Abschluss der Saison gegen Lauterbach den dritten Platz holen“ sagte Kobra Coach Thomas Schmitz. EAD Trainer Krystian Sikorski meinte: „Der Gegner hat uns alles abverlangt. Nun haben wir unser Saisonziel, den Aufstieg in die Oberliga, erreicht. Die Finalspiele gegen Köln sind nun das Sahnehäubchen einer insgesamt sehr erfolgreichen Saison.“

Torfolge:
0:1 (05:41) Vavra
1:1 (19:44) Kuntu-Blankson (Penalty)
2:1 (23:33) Gose (Potthoff)
3:1 (26:36) Karmancikov (Rinke)
4:1 (26:57) Potthoff (Gose)
5:1 (32:19) Potthoff (Gose, Bergstermann) +1
6:1 (43:33) Gose (Sondermann)
7:1 (51:56) Bergstermann (Potthoff)
7:2 (57:23) Cornelißen
7:3 (59:35) Cornelißen (Linda) +2

Strafzeiten:
Eisadler 6
Kobras 12 + 2x10=SD Vavra

Zuschauer: 982

Aufstellung Eisadler Dortmund:
Dräger, May (nicht eingesetzt) –
Domula, Bitter, Oster, Sondermann, Heinrich, Alda, Kolberg –
Berger, Wichern, Potthoff, Karmancikov, Proyer, Gose, Kuntu-Blankson, Bergstermann, Rinke, Hoffmann
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