Revierderby und der Fluch von Diedersen

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DSV Blind Gewinnt e. V
Am 6. Spieltag der Winmau Dart-Bundesliga Nord empfing Blind Gewinnt in der heimischen Spielstätte Lueders den 1.DSC Bochum 1982 und den SC Diedersen Treble Bull. Teamchef Arman Ertür stimmte seine Truppe ein: „Jungs, ihr wisst, worum es geht, also volle Konzentration! Das Revierderby ist immer eine Prestigefrage und dann lasst uns endlich diesen Fluch von Diedersen zerstören. Wir haben in vier Jahren nicht einen Sieg gegen diese Mannschaft holen können. Auf gent's!“
Gesagt, getan, die erste Begegnung ging gegen den Lokalrivalen aus Bochum. Im ersten Einzel erwischte Karsten Schmuck einen schlechten Start und verlor mit 1:3. Nachdem Simon Hughes zum 1:1 ausgleichen konnte, lief es besser für die Dortmunder. In den weiteren Spielen war lediglich Arman Ertür gegen Kevin Münch chancenlos. Münch trumpfte mit zwei 15- und einem 17-Darter auf und besiegte den den Dortmunder Käpitän mit 3:1. Alle weiteren Einzel gingen an die Heimmannschaft. Somit stand es vor den Doppeln 6:2. Ein Doppel würde für den Sieg reichen und dafür sorgte gleich Karsten Schmuck mit Partner Jürgen Peter. In einer extrem engen Begegnung konnten die Beiden einen 0:2 Rückstand letztlich zu einem 3:2 drehen. 7:2, der Sieg war den Dortmundern nicht mehr zu nehmen. Dass die letzten drei Doppel verloren gingen, war lediglich Ergebniskosmetik. 7:5 der Endstand.
Nun stand der 'Angstgegner' Diedersen auf dem Plan und die Anspannung im Lueders war spürbar. Die ersten Spiele bestritten Simon Hughes und Rene 'The Cube' Eidams. Während Hughes verlor, glänzte Eidams mit drei 180ern, einem 18- und einem 12-Darter.
Im weiteren Verlauf zeichnete sich jedoch ab, dass es wieder einmal schwer werden würde, gegen Diedersen zu bestehen. Mit einem 3:5 Rückstand ging es in die Doppel.
Der Kapitän ratlos: „ Ich weiß einfach nicht, warum wir uns gerade gegen Diedersen so schwer tun. Wir spielen stark und verlieren trotzdem. Es ist wie verhext! Ich setze jetzt meine ganze Hoffnung auf die Doppel. Es ist noch alles drin.“
Und diese Hoffnung schürten Rene Eidams und Jürgen Manß, in dem sie ihr Spiel mit 3:1 gewannen. Aber das Schicksal meinte es nicht gut mit Blind Gewinnt. In den nächsten zwei Spielen sicherte Diedersen mit 3:2 und 3:1 den erneuten Sieg gegen Dortmund. Da war der klare 3:0 Erfolg von Benni Köhler und Arman Ertür zum 5:7 nur Makulatur.
Trotz des schmerzlichen Punktverlustes konnte Blind Gewinnt nach diesem Spieltag auf den 5. Tabellenplatz klettern. „Wir liegen jetzt drei Punkte vor dem Vikings DC Berlin und drei Punkte hinter Diedersen. Mal sehen, was diese Saison noch geht“, sagte Rene Eidams nach dem Spiel, „Platz 5 ist das primäre Ziel. Das bedeutet, wir hätten in der nächsten Saison ein Heimspiel mehr. Das mindert unsere Fahrtkosten erheblich. Platz 4 wäre ein Sahnehäubchen, den dann würden wir an der Endrunde um die deutsche Meisterschaft teilnehmen.“
Der nächste Schritt auf diesem Weg führt am 1. April dann über den Hamburger Sportverein und die Vikings Berlin.
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