Hörde war wie verzaubert

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(Foto: futec/Besler)
 
(Foto: Thomas Weyland)

Es waren gleich zwei gelungene Premieren, die am vergangenen Wochenende zahllose Besucher an den Phoenixsee und in die Hörder Innenstadt lockten. Und auch das Fazit der Veranstalter fällt durchweg positiv aus.

So etwas hat es in Hörde noch nicht gegeben: Während in der Innenstadt 22 Gründezeitbauten ihre Fassaden im schönsten Licht präsentierten, wurden in der ehemaligen Stiftsbrauerei alte Filme mit Rudolf Platte gezeigt und am Phoenixsee tummelten sich Kinder und Erwachsene im und um Tonnen von Schnee, die eigens aus der Neusser Skihalle nach Hörde gebracht worden waren.
„Sowohl die ersten Hörder Lichtpiele als auch der erste Hörder Winterzauber waren zwei sehr gelungene Veransaltungen, besonders im Hinblick darauf, dass es eben jeweils die ersten Veranstaltungen ihrer Art waren“, zeigt sich auch Bezirksverwaltungsstellenleiter Ulrich Spangenberg zufrieden.

Spot an für schöne Fassaden

„Bei den Lichtspielen hat mir besonders gut die Beleuchtung gefallen, die die alten Fassaden ins rechte Licht gesetzt hat“, so Spangenberg, „da ist vielen Besuchern erst bewusst geworden, was wir hier für schöne Häuser haben.“
Allerdings, so seine Kritik, hätte eine umfangreichere Werbung im Vorfeld wohl für noch mehr Besucheresonanz geführt.

„Und der Winterzauber hat auch sehr gut dazu gepasst“, erklärt Spangenberg weiter. „Der Schnee war natürlich der Pfiff dabei und die Zelte haben auch ein tolles Bild abgegeben.“ Ein Konzept, dass man weiterverfolgen sollte, findet der Bezirksverwaltungsstellenleiter. Sollte die IG am See als Veranstalter auch im kommenden Jahr aktiv sein, „so würden wir das ganze unterstützen - auch finanziell“, so Spangenberg. Bereits in diesem Jahr hatte das Stadtbezirksmarketing die Kosten für den Transport des Schnees übernommen.
Markus Besler, Mitinitiator der IG am See, jedenfalls hat den Winterzauber 2013 bereits fest im Kalender. „Es war eine gelungene Premiere mit einigen Stolpersteinen, die wir im nächsten Jahr ausbessern können“, so sein Fazit.

Anfangs gab es Probleme mit der Stromversorgung, einige fest gebuchte Teilnehmer hatten kurzfristig abgesagt und am Sonntag wollte das Wetter nicht so recht mitspielen. Aber: „Wir waren überrascht von der hohen Besucherzahl, da mussten wir sogar noch Glühwein nachordern“, lacht Besler. „Da haben wir mit unserem Angebot wohl einen guten Nerv getroffen, also sind wir 2013 wieder dabei, dann aber doppelt so groß und doppelt so schön!“

Hörde zeigte seine Zuckerbäckerfassaden

Auch Antje Hassinger vom Designbüro Hassinger und Hassinger und Spiler als Mitorganisatorin der ersten Hörder Lichtspiele, zieht eine positive Bilanz. „Durch die Beleuchtungen haben die Menschen ihre Stadt ganz neu entdeckt“, so Hassinger. Durch die Pastellfarben wirkten die Gründerzeitfassaden fast schon wie Zuckerbäckerstil.
Ein besonderer Anziehungspunkt lag in der Alfred-Trappen-Straße, in der alte Stadtansichten wie zum Beispiel die der alten Synagoge auf eine Backsteinwand projiziert wurden. „Auch die Rudolf-Platte-Filme kamen gut an, allerdings eher beim älteren Publikum“, resümiert Antje Hassinger. Das junge Publikum fand sich auf dem Platz an der Schlanken Mathilde wieder, wo das Jugendservicebüro eine besondere Lichtinstallation und -aktion vorbereitet hatte.
„Aber die Lichtspiele waren mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden, ohne das Geld aus dem Fördertopf für den Stadtumbau hätten wir das nicht geschafft“, so Hassinger. Und so wird eine Neuauflage der Lichtspiele vor allem eine politische Entscheidung. „Wir haben auf jeden Fall viele neue Ideen für eine Neuauflage, aber ohne Geld von außen ist das nicht zu schaffen“, so die Hörderin.
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