VS beendete „Die Flucht nach vorn“ im Gerhart-Hauptmann-Haus

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Ute Buechter-Roemer las Erinnerungen an die ehemalige DDR.
Düsseldorf: Gerhart-Hauptmann-Haus |

DÜSSELDORF. Am 20 September 2016 hieß es zum letzten Mal „Die Flucht nach vorn“. Der Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS) Gruppe Region Düsseldorf las im Gerhart-Hauptmann-Haus, Bismarckstraße 90.

Es lasen Wulf Noll, Ute Büchter-Römer, Regina Ray, Bernd Desinger. Das Publikum war begeistert. Zwölf Zuhörer lauschten zwei Stunden und stürmten den Büchertisch. Die Düsseldorfer Saloniere Gabriele Gabriel lobte „die ungewöhnliche Herangehensweise von Büchter-Römer, das hat mich sehr beeindruckt und berührt“. Zuhörer und Redakteur des „Gießerjunge“ Wolfgang Richter erklärte: „Das hatte ein hohes Niveau.“

Hohes Niveau gelobt

Wulf Noll veröffentlichte zuletzt „Schöne Wolken treffen. Eine Reisenovelle aus China“. Noll sagte: „Das Gerhart-Hauptmann-Haus schätze ich Gerhart Hauptmanns wegen, welcher als bedeutender Schriftsteller Soziales und Ästhetisches zu verbinden wusste. Habe ich alles von Hauptmann gelesen? Nicht alles, aber vieles. Mein Favorit ist der KünstlerInnenroman Wanda.“
Ute Büchter-Römer wurde in Ahrweiler/ Bad Neuenahr geboren und lebt in Krefeld. Büchter-Römer erklärte zu ihrer Intention: „Die "Flucht nach vorn" verstehe ich in dem Sinne, dass es auch möglich ist, innerhalb eines strengen Verhaltenskorsetts sich Freiräume zu nehmen.“ Ihre Erinnerungen an die ehemalige DDR waren beeindruckend.

Beeindruckende Erinnerungen an die ehemalige DDR


Regina Ray lebt in Düsseldorf. Sie veröffentlichte Lyrik und Erzählungen, sowie Kulturfeatures für den Rundfunk, letzteres überwiegend zu indischen Themen und indischer Literatur. 2015 erschien ihr Roman „Das Mottenprinzip“. Ihre Lesung daraus zeigte eine Frau zwischen zwei Männern auf der Flucht nach vorn. Bernd Desinger leitet seit 2009 das Filmmuseum Düsseldorf. Der Autor veröffentlichte zuletzt seinen Zukunftsroman "ZZZ - Zeltstadt Zeche Zollverein". Desinger sagte: „„Flucht nach vorn“ bedeutet für mich, eine schwierige Situation mit mutiger Entschlossenheit zu überwinden.“ Desinger schilderte in der kritischen Utopie auch einen kriminalistischen Ermittlungsfall im Bereich der „Altenkriminalität“.

Vortragszyklus beendet

Der Vorsitzende des VS Gruppe Region Düsseldorf Jan Michaelis (48) moderierte den Abend. Er wohnt in Oberbilk. Er beendete den Vortragszyklus „Die Flucht nach vorn“ mit einer Einladung für das Jahr 2017 zu weiteren Lesungen, dann mit einem neuen Jahresthema.
Die Lesung fand statt mit Unterstützung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. Gefördert durch das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, Verdi und den VS-NRW. Mit Beteiligung der Gesellschaft für Literatur in NRW.
www.literaturstadtduesseldorf.de
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