"Jetzt einkaufen gehen"

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Wenn Rainer Gallus, Geschäftsführer des Handelsverband Nordrhein-Westfalen, vor Weihnachten den Düsseldorfern einen Tipp geben dürfte, wäre das dieser: "Gehen Sie jetzt Geschenke einkaufen! Jetzt ist es noch entspannter."

So möchten viele erst in der letzten Woche vorm Fest in die Stadt, um einzukaufen. Das hat eine Umfrage der FOM Hochschule für Ökonomie & Management ergeben. "Diese letzte Woche vor Weihnachten wird für den Handel entscheidend sein", so Gallus, der trotzdem jetzt schon optimistisch aufs Weihnachtsgeschäft blickt. "Wir gehen im November und Dezember von einem Umsatzzuwachs von 3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aus", sagt er. Konkret heißt das, dass in dieser Zeit 913 Millionen Euro umgesetzt werden würden. Dafür sorgen die Düsseldorfer - von denen laut Umfrage jeder 511 Euro für Geschenke ausgeben möchte - sowie Menschen aus dem Umland wie auch Gäste. 787.000 Übernachtungen zählte die Düsseldorf Tourismus GmbH (DT) im Jahr 2016. Ein Plus von sechs Prozent zum Vorjahr. "Gäste aus Deutschland kommen wieder mehr. Auch bei den Russen und US-Amerikanern haben wir deutliche Zuwächse verzeichnet", so Roman von der Wiesche, Sprecher der DT, der von Düsseldorf als Weihnachtsdestination spricht. Der Weihnachtsmarkt ziehe sich jetzt durch die komplette Einkaufslandschaft und sei bis zum 30. Dezember verlängert worden, nennt er zwei attraktivitätssteigernde Faktoren.
Positiv gestimmt sind auch die Händler vor Ort. Thomas Görner, Sprecher des CityRing Schadowstraße, zeigt sich erfreut, dass auf der gesamten Straße keine Gerüste mehr stehen und die Baustelle des Kö-Bogen 2 attraktiv verdeckt ist. "Und die Hütten waren am vergangenen Samstag gut frequentiert", sagt er mit Blick auf die weihnachtliche Stimmung entlang der Nordseite der Schadowstraße. Frank Hermsen vom Altstadt-Marketing sieht ebenfalls optimistisch auf die bevorstehende Zeit. Im Vorfeld habe es zwar einiges an Mühe gekostet, die Händler einiger Straßen davon zu überzeugen, die Kosten für die Weihnachtsbeleuchtung zu tragen - doch diese hänge nun flächendeckend in der Altstadt.
Dort ist auch die neue Wache der Polizei beheimatet. Für Polizeipressesprecher André Hartwich eine gute Sache. Diese führe dazu, dass es gefühlt mehr sichtbare Polizei in der Innnenstadt gebe. "Die Leute finden viel Polizei einfach super", sagt er. Kriminelle hingegen weniger. Taschendiebstähle und Schlägereien seien auf dem Düsseldorfer Weihnachtsmarkt so gut wie kein Thema mehr. Auch er hat einen Tipp: "Mit dem Auto raus bleiben aus der Stadt." Unterstützung bekommt er hier von Heike Schuster, Sprecherin der Rheinbahn: "Wir fahren besonders an den Samstagen im dichteren Takt, mehr Wagen und Zügen." Es gibt auch wieder den Gepäckbus. Der steht an allen vier Adventssamstagen von 11 bis 21.15 Uhr hinter dem ehemaligen Carschhaus. Dort können alle kostenfrei ihre Tüten abgeben, bis ihre Einkaufstour beendet ist.
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