Frühlingserwachen: Urlaubsfeeling in der Stadt

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Frühlingserwachen am Rhein (Foto: Köhlen)
Aaaah! Endlich! Juchhuh! Dieser Tage braucht man gar nicht besonders die Ohren zu spitzen, um festzustellen: Es herrscht allgemeiner Frühlingsaufbruch.

Allenthalben ist die Erleichterung über den offensichtlich lang ersehnten Wetterumschwung hör- und greifbar. Nun, wer ernsthaft daran denkt, ab jetzt übernähme der Frühling unwiderruflich das klimatische Zepter, der muss sich im Land irren.

Aber auch, wenn’s demnächst noch mal kühler werden sollte – die ersten ernsthaften Sonnentage des Jahres sorgen bereits für allerlei angenehme Veränderungen: Schon die zuletzt triste Perspektive aus dem Bürofenster erwärmt plötzlich die Sinne. Ein offenes Fenster und durch helle Lamellen gefilterte Sonnenstrahlen sorgen für Urlaubsgefühle, wo vorher trockene Heizungsluft wenig erbauliche Atmosphäre verbreitete.

Die alte Häuserwand gegenüber wirkt im gleißenden Licht mit ihren glitzernden Schornsteinen fast mediterran. In der Mittagspause gibt’s statt Tee ‘nen Latte Cappucino aus dem Kühlregal. Und die Sonnenbrille auf der Nase der Kollegin ist nicht mehr nur ein Karnevalsutensil.

Wurde kürzlich noch der Pizza-Fahrer in Dauerbereitschaft versetzt, damit selbst bei einem Hunger-Ast bloß keiner einen Fuß vor die Tür setzen muss, so versorgt sich jetzt jeder selber im Freien, und sei es nur mit einem ordentlichen Serotonin-Schub.

Höchste Zeit, im Auto die CDs mit der schweren „Winter-Musik“ gegen die Frühlings-Rotation auszutauschen. Ein bisschen schade ist es vielleicht schon um die schönen Seiten des Winters. Andererseits: Ausgedehnte Wanderungen klappen bestimmt auch ganz gut ohne lange Unterwäsche.
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