Stadtumbau: Ein Ende ist in Sicht

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Fotos: Ingo Lammert

„Was in den letzten Jahren die Innenstadt in eine Baustelle verwandelt hat, nimmt jetzt Gestalt an.“ Wenn Oberbürgermeister Thomas Geisel das sagt, meint er nicht nur die Fertigstellung des Kö-Bogen 1, sondern vor allen Dingen auch die Wehrhahn-Linie, die nach acht Jahren Bauzeit im Februar ihren Betrieb aufnimmt.




Noch stehen Paletten mit Zement und Fliesen und Kabeltrommeln herum, die Gitter an den Decken hängen zum Teil noch herunter und die Bauarbeiter rufen sich laut zu, was als nächstes zu tun ist. Bei einem Besuch der neuen Station Heinrich-Heine-Allee steht noch einiges an Arbeit an, bevor die Bahnen der neuen Wehrhahnlinie am 20. Februar hier erstmals Station machen. Die Arbeiten liegen voll im Zeitplan. 3,4 Kilometer ist die Strecke lang, sechs neue U-Bahnhöfe wurden gebaut, 843,6 Millionen investiert. An anderer Stelle fließt der Verkehr schon, wurde am 10. November der Straßenverkehr am neuen Kö-Bogen unter die Erde verbannt. Da wo einst der Tausendfüßler stand, gibt es jetzt einen Tunnel. „Die Stadt Düsseldorf hat mit diesen beiden großen Infrastrukturprojekten die entscheidenden Voraussetzungen für die Neugestaltung ihrer City geschaffen“, so Geisel.
Mit Stolz blickt auch Verkehrsdezernent Dr. Stephan Keller auf den nahenden Abschluss der Arbeiten. „Alles ist unfallfrei verlaufen“, sagt er. In einer hoch verdichteten Innenstadt, wie Düsseldorf es vom Wehrhahn bis nach Bilk sei, eine Leistung. Dass alles so termingetreu verlaufen ist, sieht er in der erfolgreichen Planung im Vorfeld.

Gestaltung der Bahnhöfe: Neue Wege gegangen


Völlig neue Wege sei man, so Kulturdezernent Hans-Georg Lohe, bei der Gestaltung der neuen Bahnhöfe gegangen. So wurden diese von sechs Künstlern, die an der Kunstakademie Düsseldorf studiert haben, entworfen.
Doch Düsseldorfer wissen trotz all der guten Nachrichten von Seiten des Oberbürgermeisters und der Verwaltung: Noch ist die Innenstadt nicht fertig. Der Bereich Schadowstraße mit dem angrenzenden Neubauprojekt am Gustaf-Grüdgens-Platz, das Inghoven-Tal und die Gestaltung der Oberflächen über den Straßentunneln - all das wird noch dauern.

Vorgeschmack bekommen


Wer schon einen Vorgeschmack auf die Wehrhahnlinie bekommen möchte, kann sich im Netz unter www.duesseldorf.de/wehrhahnlinie einen Film anschauen, der den Zuschauer mit auf eine Fahrt durch die 3,4 Kilometer lange Strecke nimmt. Auch gibt es drei Führungen. An drei Samstagen werden von 11 bis 17 Uhr jeweils zwei Bahnhöfe offen stehen und zwar am 28. November: U-Bahnhöfe Schadowstraße und Kirchplatz, am 5. Dezember Pempelforter Straße und Graf-Adolf-Platz und am 12. Dezember die Heinrich Heine Allee und Benrather Straße. Die Bahnhöfe werden zu dem Zeitpunkt noch nicht barrierefrei sein.
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