Von Arrondierung bis Stolperfallen

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Kleiner Kreis bei der 6. Stadtbezirkskonferenz




Ob es die etwas ungelenke Thematisierung des Abends war, dass sich nur ein kleiner Kreis im Gemeindesaal der Evangelischen Kirchengemeinde in Eller zur 6. Stadtbezirkskonferenz eingefunden hat, konnte nicht geklärt werden. „Schwer sich unter dieser Themenüberschrift etwas vorzustellen. Ich hätte es gerne etwas differenzierter gesehen, was die Thematisierung des Abends angeht“, meinte auch der erste stellvertretende Bezirksbürgermeister Herbert Prickler.

Die rund 50 Bürger fanden jedoch schnell ihre Themen, zumal diese dann doch in drei Bereiche aufgeteilt wurden: Sicherheit, Verkehr und Wohnen. Susanne Ott, die zweite stellvertretende Bezirksbürgermeisterin ergänzte den Fragenkatalog noch um „Leben im Stadtteil“. Die Bürger schrieben ihre Belange auf verschiedenfarbige Karten auf und hefteten sie anschließend an drei große Pinnwände. Die wohl eindeutigste Notiz des Abends war die: „Ich lebe seit 46 Jahren in Eller, es lebt sich gut hier“. Hier hätte man den Abend eigentlich beenden können. Nein, es gab doch noch einiges, was neben den üblichen und immer wieder auftauchenden Fragen, wie Nahversorgung oder das Thema Rheinbahn, relevant war.

Flüchtlingsproblem

Doch bevor Bezirksbürgermeister Gerwald van Leyen mit der Beantwortung begann, kam der Bezirksstellenleiter Peter Frymuth zu Wort. Er berichtete über das wohl zurzeit brennendste Thema, das der Flüchtlingssituation. Frymuth weist noch einmal darauf hin, wie solidarisch die Elleraner sind. So ist es möglich, mit der Unterstützung der Schützen Zelte aufzubauen, um eine Flüchtlingsunterkunft an der Heidelberger Straße zu schaffen, auch wenn sie nur zunächst zeitlich begrenzt ist. „Nach Abnahme kann nach und nach eine Belegung erfolgen“, gibt Frymuth an. Nach seinen Angaben sollen rund 300 Flüchtlinge hier eine Bleibe finden. Zurzeit treffen etwa 25 bis 40 Personen pro Tag in Düsseldorf ein. „Auch wenn die Teams teilweise überrollt wurden, versuchen sie doch eine strukturelle Abwicklung zu finden. Perfekt und optimal sind Begriffe, die in der Situation nicht darzustellen sind“, so der Bezirksstellenleiter.

Der Fragenkatalog

Mit den Themen rund um die Rheinbahn, sei es, dass Busse ausfallen oder gar nicht erst erscheinen bis hin zur Sensibilisierung der Busfahrer im Hinblick auf den Umgang mit älteren Menschen und Behinderten wird sich die Bezirksvertretung bei den üblichen Treffen zwischen Politik und Rheinbahn erneut befassen. Gerade beim Thema Umgang des Rheinbahnpersonals mit den Bürgern meint Bezirksbürgermeister van Leyen: „Es gibt immer schwarze Schafe, obwohl sie unablässig geschult werden.“ Ein weiteres Element im Fragenkatalog war das Wohnen, das ebenfalls viele Bürger beschäftigte. So soll angesichts der Unternehmensschließungen Am Kleinforst die frei gewordene Fläche arrondiert werden, fordert ein Bürger die Politiker auf. Weitere Fragen, wie etwa zur Wellnessoase Elbsee – hier scheint der erste Spatenstich anzustehen -, die Schaffung eines Kulturzentrums in Unterbach – Jugendtreff könnte auch in der freien Zeit als Kulturraum genutzt werden oder der Leerstand besonders auf der Gumbert Straße zu dem der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Eller, Jürgen Hagendorn meint, dass dieser ermittelt werden sollte, um der Werbegemeinschaft die Möglichkeit zu schaffen, mit den Hausbesitzern zu reden damit dem schnell abgeholfen werden kann. „Es ist für uns überlebenswichtig, die Kunden mit einem vielseitigen Angebot in Eller zu halten“, meint er. Ob Stolperfallen auf der Vennhauser Allee oder die Erhaltung von Jugendstilhäusern, die Politiker der Bezirksvertretung versprachen den Dingen nachzugehen. Fordern jedoch die Bürger auf, selbst aktiv zu werden, um so an der Gestaltung der Stadtteile persönlich mitzuwirken.
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