Neue Besen kehren gut

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Susanne Lund (re) und ihre Freundinnen hatten mächtig Spaß auf dem Weinherbst
 
Weinherbst im Schatten der Basilika
Weinherbst wird zum Kuschelplatz


Die anfänglichen Bedenken, die neuen Organisatoren des Weinherbstes könnten es nicht so gut wie die erfahrene aber seit geraumer Zeit aufgelöste Werbegemeinschaft in Gerresheim, sind mit dem strammen Wind der auf dem Gerricusplatz herrschte hinweggefegt worden. Am letzten Tag des dreitägigen Events war eitler Sonnenschein auf allen Seiten. Die Winzer sind von der Kooperation, der Kommunikation und der klaren Kante der Gerresheimer Jonges und ihrer Crew absolut begeistert. Bernd Hammer, der Winzer des Meyerhofs, ist begeistert: „Die Resonanz der Gäste und dieses harmonische Miteinander hat uns imponiert“, sagt der Winzer. Die Winzer sind sich einig, dass man mit den Gerresheimer Jonges, explizit mit Volker Dischleid, gemeinsam die Zukunft planen möchte. „Wir wollen den Weinherbst in Gerresheim auf Jahre sichern“, meint Hammer.

Überall Zufriedenheit

Nach Eröffnung des Weinherbstes waren sich Veranstalter und Winzer nicht sicher, ob die diesjährige Veranstaltung nicht ins Wasser fallen würde. Regengüsse ließen die paar Weinfreunde näher zusammenrücken. Schirm oder wasserdichte Kleidung waren ein Muss. Der zweite Tag hingegen ließ die Sache schon freundlicher aussehen und der Gerricusplatz füllte sich zusehends. Auch so manche Sonnenstrahlen konnten eingefangen werden, was den Genuss der edlen Tropfen erhöhte. Dann zum Abschluss dann der Ansturm der Massen. Das Wetter spielte mit, es war nicht allzu warm aber trocken, so war im nu jeder Platz auf dem Gerricusplatz besetzt. Die Stimmung so, wie sie nur bei einem Weinfest sein kann. Lustig, fröhlich, entspannt und absolut gewaltfrei. Die Menschen, die von weiter weg angereist waren, gaben sich spontan der Freude hin. „Ich bin begeistert von dieser aufgeschlossenen und herzlichen Stimmung die hier herrscht“, sagt Susanne Lund aus Rheine und ergänzt, „die Rheinländer sind schon ein offenes und lustiges Volk.“ Auch die deutsch niederländische Freundin Antje Grosgen ist von dieser Veranstaltung fasziniert. „Ich bin zum ersten Mal hier, aber so eine lockere Atmosphäre und so einen ausgelassenen Spaß habe ich nicht erwartet“, sagt sie.

Der Geheimtipp

In die gleiche Kerbe schlägt Winzer Hammer, der aus der Sicht der Weinmacher spricht und diesen Weinherbst als den Geheimtipp Düsseldorfs bezeichnet. „Es kommen immer mehr Menschen auch aus anderen Stadtteilen und aus dem gesamten Bundesgebiet, sodass wir für unsere Gäste optimale Voraussetzungen schaffen müssen“, meint Hammer. Dies ist eine Anspielung auf die verkürzten Öffnungszeiten. Hammer musste sich mehrfach erklären, warum nicht bis 22 Uhr geöffnet ist. „Die Gäste würden gerne länger bleiben, weil sie dieses gemütliche Milieu schätzen und ungern so früh ihre Zelte abbrechen“, meint der umtriebige Winzer. Es wäre nach seiner Auffassung und auch der seiner Kollegen gut, wenn ein verlässlicher Kompromiss mit den Nachbarn gefunden werden könnte. Der zufriedene Veranstalter Volker Dischleid bestätigt, dass Gespräche mit den angrenzenden Nachbarn gesucht werden, damit alle Seiten zufrieden sind. Eines steht nach jetzigem Stand fest, der Weinherbst ist den neuen Veranstaltern in jeder Hinsicht geglückt, sei es das überall pünktlich geschlossen wurde, dass der Platz sauber war und dass es durch den Platzwart zu keinen Beschädigungen irgendwelcher Art gekommen ist. Scheinbar kehren neue Besen gut.

Peter Frank
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