Kanuten beim Düsseldorfer Rosenmontagszug: So weit die Füße tragen?

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Düsseldorf: Lörick | Es stimmt schon, wenn man im Rheinland etwas zum zweiten Mal macht ist es Tradition und beim dritten Mal ist es bereits Brauchtum. In diesem Stadium befindet sich unser Verein schon sehr lange. Immer wieder finden sich genug Dolle zusammen um als Fußgruppe im Düsseldorfer Rosenmontagszug mit zu laufen. Unser Ehrgeiz besteht darin, jedes Jahr ein anderes Motto umzusetzen und neue Kostüme zu schaffen, an denen möglichst alle Teilnehmer schöpferisch tätig werden können.
Am publikumswirksamsten waren wir als Sonnenkinder unter dem Motto: "Von der Sonne jebützt" und am politischsten als Paddler mit einem "Vater Rhein" im Krankenbett unter dem Motto: "Was ist dem Vater Rhein in seinem Bett geschehn?".
Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Teilnehmern. Die einen sagen "Einmal und nie wieder" und die anderen fragen direkt: "Und als was gehen wir im nächsten Jahr?", und tun es immer wieder. Letztere sind in der Mehrheit.
Unmittelbar nach Weihnachten schalten wir um auf Karnevalsmodus. Eine Idee die zum offiziellen Motto passt wird gesucht und dann wird die handwerkliche Umsetzung diskutiert.
In diesem Jahr war klar, dass wir als Radschläger gehen, dafür gab es zwei mögliche Umsetzungen: Die einen wollten Schaumstoffradschläger an den Körper schnallen und damit auch selbst Rad schlagen. Die anderen hatten sich für ein Rad in dem sich ein Radschläger dreht entschieden. Beide Ideen ergänzten sich und kamen beim Publikum gut an.
Vier Samstage waren nötig um das ganze auf die Beine zu stellen, aber die Vorbereitung ist ja schon Teil des Vergnügens.
Dann konnte es ja endlich losgehen. Aufgrund der Platzauslosung waren wir als vorletzte Gruppe im Zug trotzdem musste ein Bagagewagen schon um 9.00 Uhr morgens positioniert werden. Danach waren dann erst Mal einige Stunden Zeit bis der Zug losging und noch länger dauerte es bis unsere Gruppe sich in Beweung setzte. Mit ca. 15 Teilnehmern sind wir eine eher kleine Gruppe, aber nicht immer macht es die Menge. Die sportlichsten setzten gleich mal zur Probe den ein oder anderen Radschlag auf den Asphalt um Eindruck zu schinden. Aber auch die Radkonstruktionen wurden beklatscht.
Größere Begeisterung erzielt man allerdings mit goßzügigen Mengen Popcorn und sonstigen Wurfmaterialien. Die 5km Zugstrecke absolviert man wie im Rausch, die müden Knochen merkt man erst am Ziel.
Fazit: Das Wettter war gut, wir hatten viel Spaß und wir machen nächstes Jahr wieder mit!

von Klaus Köhler
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