Nach einer Auswärtspleite am Samstag, kämpften die Roten Teufel am Sonntag den Konkurrenten Remscheid in eigener Halle nieder

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13.04.2013: SC Bison Calenberg – RESG Walsum 6:3 ( 5:1 )


Mehr als enttäuschend begann für die RESG Walsum das Bundesligawochenende
beim Auswärtsspiel in Calenberg. Vor dem Anpfiff war die Halle noch fest in Walsumer Hand, der Fananhang war mindestens doppelt so groß wie der des Gegners und sicher dreimal so lautstark. Nach dem Abpfiff standen die Roten Teufel jedoch mit leeren Händen und ohne ersehnte Punkte da. Die Erklärung lag jedoch ebenfalls auf der Hand: Ohne die Stammspieler
Pedro Queirós, ( ist wegen der bevorstehenden Niederkunft seiner Frau kurzfristig nach Portugal gereist ) sowie Kapitän André Kulossek und Stammkeeper Tobias Wahlen ( beide beruflich verhindert ) hatten die Walsumer gegen einen von Beginn an wie entfesselt aufspielenden Aufsteiger in Bestbesetzung kaum eine Chance.
Torhüter Rainer Lorz pfiffen die Scharfschüsse der Brandt-Brüder Milan und Dominik schon in den ersten Minuten nur so um die Ohren und die RESG – Abwehr hatte Schwerstarbeit zu verrichten. Das konnte nicht gut gehen. Das Spiel war auch wegen des Hallenbodens extrem
schnell, die Gastgeber kombinierten sicher und waren bereits in der 6. Minute zum ersten Mal erfolgreich, als der Top-Torjäger der Liga, Milan Brandt einen Konter zum 1:0 abschloss.
Bruder Dominik, legte in der 13. Minute mit einem gezielten Weitschuss in den langen Winkel zum 2:0 nach. Minuten später folgten weitere Brandt-Treffer zum 3:0 und 4:0.
Christopher Nusch gelang dann in der 19. Minute der erste RESG-Treffer und sorgte damit kurzzeitig für etwas Hoffnung. Als jedoch Flávio da Silva sich drei Minuten später wegen wiederholten Reklamationen die bereits fünfte Blaue Karte einhandelte, nutzten die Bisons dies eiskalt aus und erzielten noch in der gleichen Spielminute das 5:1, mit dem es dann auch in die Pause ging.
Entsetzt und hoffnungslos standen die Walsumer Fans zu Beginn der zweiten Halbzeit hinter dem Tor der engen Sporthalle in Eldagsen, erlebten dann jedoch ein deutlich besseres RESG-Team, das nun um Wiedergutmachung und die Ehre kämpfte. Scheinbar mussten die Bisons Ihrem hohen Tempo der ersten Hälfte Tribut zollen und es keimte Hoffnung auf, als Lukas Lemkamp den Ball in der 34. Minute, dicht bedrängt von Bison-Spielern, am Toreck
geschickt über die Linie bugsierte. Der Treffer wurde jedoch nicht anerkannt, da das Torgehäuse bei dem Gedränge leicht verschoben wurde. Fünf Minuten später klingelte es dann endlich zum zweiten Mal im Bison-Kasten. Lemkamp hatte einen Weitschuss von Stefan Jostmeier unhaltbar mit dem Schläger abgefälscht. Die Roten Teufel warfen nun alles nach vorne und hatten mehrere Chancen auf weitere Treffer. Doch ein starker Bison-Keeper, genauso wie nun Rainer Lorz im Walsumer Kasten waren zunächst nicht zu bezwingen. Zwei Minuten vor Schluss dann die endgültige Entscheidung, als der überragende Milan Brandt einen Konter zum 6:2 für Calenberg abschloss. Den Schlusspunkt unter ein kraftraubendes und enttäuschendes Match setzte Lukas Lemkamp, als er 11 Sekunden vor Schluss einen schönen Konter zum 3:6 Endstand abschloss.

RESG-Kader in Calenberg:

Lorz, Luca Brandt, Lemkamp (2), Chr. Nusch (1), Haas, Da Silva, St. Jostmeier, Quabeck, Lukassen, F. Schmidt





14.04. 2013: RESG Walsum – IGR Remscheid 4:2 ( 1:0 )

Rollhockeyspiele gegen die IGR Remscheid, das ist nicht für schwache Nerven.
Und so war es auch dieses Mal. Doch endlich zeigten die Roten Teufel mal wieder Ihr wahres Gesicht und kämpften die Bergischen in einem spannenden Spiel verdient nieder.
Mit breiter Brust und großem Anhang nach dem sensationellen 8:8 Unentschieden gegen den Tabellenführer aus Herringen am Samstag, waren die Bergischen nach Walsum gekommen, um den dritten Saisonsieg gegen die Roten Teufel perfekt zu machen. Doch man merkte dem Team von RESG-Trainer Quim Puigvert von Beginn an an, das man das Wochenende nicht ganz ohne Bundesligapunkte beenden wollte.
Stammkeeper Tobi Wahlen war ins Tor zurückgekehrt, Kapitän André Kulossek konnte zumindest eine Halbzeit mitmischen. Hoch konzentriert begannen die Roten Teufel das Spiel und gingen in der 6. Minute durch einen Treffer von Christopher Nusch in Führung. Bis zur Halbzeit entwickelte sich ein spannendes, kampfbetontes Spiel mit zahlreichen Torchancen, aber leider auch insgesamt 18 Teamfouls. 9:9 Fouls aber 1:0 für die RESG stand auf der Anzeigetafel, als die Akteure in die Kabinen rollten.
Die IGR machte in der 27. Minute als erstes die zehn voll, Christopher Nusch konnte den fälligen Freistoß jedoch nicht im Kasten von Moritz Kreidewolf unterbringen.
Im Gegenzug glichen die Gäste nach einem Konter durch Ihren neuen Portugiesen Oliveira zum 1:1 aus. Aber auch die Roten Teufel fuhren gefährliche Konter. Lukas Lemkamp stürmte in der 28. Minute allein auf Kreidewolf zu und erzielte gekonnt das umjubelte 2:1 für die RESG. IGR – Kapitän Wilk glich in der 31. Minute mit einem gezielten Weitschuss erneut aus. Vorteil nun für die Gäste, da alle Remscheider sehnsüchtig auf das 10. RESG – Teamfoul warteten. Das folgte prompt in der 35. Minute, aber Tobi Wahlen parierte den Flachschuss von Schinkowski glänzend. Nun wurde es hektisch. Flávio da Silva, den scheinbar mittlerweile alle Schiedsrichter auf dem Kieker haben, erhielt wegen eines verständlichen Gefühlsausbruchs eine unnötige Blaue Karte. Der starke Portugiese Oliveira hämmerte die Kugel jedoch glücklicherweise neben das RESG-Tor. Die anschließenden zwei Minuten in Unterzahl überstanden die hoch konzentriert verteidigenden und kämpfenden Teufel ohne Gegentreffer. In der 42. Minute wird da Silva im IGR-Strafraum zu Fall gebracht. Den fälligen Penalty verwandelt Flávio im Nachschuss zur 3:2 Führung für die RESG.
Zwei Minuten später ein Glanzauftritt von Sebastian Haas. Nach einem tollen Alleingang versenkt er die Kugel aus ganz spitzem Winkel zum 4:2 Siegtreffer für Walsum.
Da Silva hätte in der 46. Minute nach einem Foul von Nationalspieler Yannik Peinke sogar auf 5:2 erhöhen können, zog jedoch über das IGR – Tor. Nun lief die Zeit gegen Remscheider, die nun auch noch wegen Blauer Karte auf Peinke verzichten mussten.
Die Walsumer brachten den verdienten Sieg aber abgezockt und sicher, auch gegen fünf Gegenspieler ( IGR ohne Keeper ) in der Schlussphase über die Zeit. Vor dem letzten Spieltag ist der RESG vor den Play-offs nun Rang sieben sicher, mit etwas Glück und einem „Wunder in Cronenberg „ wäre sogar noch Tabellenplatz fünf möglich.


RESG: Wahlen, Lorz, Lemkamp (1), Chr. Nusch (1), Da Silva (1), Haas (1),
Lukassen, Kulossek, Quabeck, St. Jostmeier

IGR: Kreidewolf, Mattusch, F. Selbach, Wilk (1), R. Selbach, Schinkowski,
Wiegershaus, Oliveira (1), Y. Peinke, Henckels

SR: Michael Wittig, Daniel Löw

Teamfouls: RESG 13, IGR 14

Zeitstrafen: RESG 2 Min. - Blau f. Da Silva, IGR 2 Min. - Blau für Y. Peinke

Zuschauer: 150
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