Die Schmuggler-Route erradeln

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Die Bürgermeisterin aus `s-Heerenberg, Ina Leppinkg und Emmerichs Bürgermeister Johannes Diks entlang der Route. Foto: Jörg Terbrüggen
 
Die Organisatoren der Schmugglertour von links: Johan Lukassen (Heemkundekring), Herbert Kleipaß (Rheinmuseum), Esther Ruesen (Stichting Welcom), Bürgermeister Johannes Diks, Michael Rozendaal (Kulturbetriebe), Ina Leppinkg (Bürgermeisterin) und Petra Klop (Bibliotheek Montferland). Foto: Jörg Terbrüggen

Mucksmäuschenstill liegen drei Männer und zwei Frauen im Straßengraben. Daneben eine Kiste voll mit Butter. Etwas weiter Jutesäcke, gefüllt mit Tabak und Lebensmitteln. Man hört die Fußstapfen der deutschen Grenzbeamten näher kommen. Gott sei Dank verschwindet der Mond hinter den Wolken. Die Zöllner laufen vorbei, ohne die Schmuggler zu sehen. Sobald es sicher scheint, laufen sie über die Grenze. Auf einem abgelegenen Bauernhof in Emmerich werden später die Geschäfte erledigt.

Schmuggeln war im Grenzgebiet ganz normal. Und so dachte man sich auf niederländischer Seite, eine gemeinsame Schmuggeltour mit den deutschen Nachbarn anzubieten. „Wir wollen mit dieser Tour an die Geschichte erinnern, denn früher haben viele geschmuggelt“, bemerkte Esther Ruesen von der Stichting Welcom. Welcom ist eine breit gefächerte Wohltätigkeitsorganisation für die Gemeinde Montferland.
Johan Lukassen von bestuurslid Heemkundekring wusste zu berichten, dass Holland im ersten Weltkrieg seine Neutralität behalten wollte. Durch die Blockade der Alliierten bestand auf deutscher Seite ein großer Bedarf an Lebensmitteln und Pferden. „Es war immer interessanter für die Holländer über die Grenze zu schmuggeln.“ Es gab viel Betrieb beim Grenzübergang am heutigen Grenzcafe „De Peer“ in `s-Heerenberg.

Route ist 17 Kilometer lang

Schmuggeln war also im Grenzgebiet normal, und noch heute können viele ihre eigenen Geschichten vom Schmuggeln erzählebn. Diese Geschichten gehören zum kulturellen Erbgut. Und so will man mit einer Schmuggeltour auf zwei Rädern an die Zeit erinnern, in der Kaffee, Butter und andere Dinge über die Grenze geschleust wurden. Mit dabei sind auf niederländischer Seite die Bibliotheek Montferland, Heemkundekring Bergh und auf deutscher Seite die Stadtbücherei und das Rheinmuseum.
Johan Lukassen und Herbert Kleipaß haben diese Route ausgearbeitet, die entlang der alten Schmugglerroute führen wird. Durch Geschichten entlang der 17 Kilometer langen Strecke soll die Geschichte des Schmuggelns zu neuem Leben erweckt werden. „Die Teilnehmer müssen sich einen Pass und eine Karte mit der Route im Rheinmuseum abholen“, so Esther Ruesen. An den einzelnen Stationen bekommen die Teilnehmer dann einen Stempel in den Pass. Zwischen 12 und 14 Uhr kann dann jeder, ob alleine oder in der Gruppe, die Route abfahren.

Was gibt es sonst noch?

Von 12.30 bis 12.45 Uhr findet in der Stadtbücherei eine Lesung mit dem Autor Thomas Hoeps statt. Von 13.30 bis 14.30 Uhr gibt es eine intaraktive Lesung mit den Autoren Thomas Hoeps und Jac Toes. Die Bibliotheek Montferland in `s-Heerenberg lädt von 15 bis 15.15 Uhr zu einer Lesung mit Jac Toes ein. Von 16 bis 17 Uhr gibt es die interaktive Abschlusslesung in Het Barghse Huus. Das Theater 2000 zeigt an der Lindhorster Brücke gespielte Szenen, die „Firma Weijland“ im Schlösschen Borghees. Es gibt auch die Möglichkeit einer Wanderung. Sie dauert 75 Minuten. Hierzu muss man sich bis 28. Mai beim VVV Montferland unter Tel.: 0031-316-291404 anmelden. Start ist um 14 Uhr ab Gouden Handen.
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