Übertriebenen Kiesabbau verhindern - JETZT EINWAND bei der Kreisverwaltung Wesel ERHEBEN!!

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  Emmerich am Rhein: Kiesindustrie | „Mit dem Abbau von Kies und Sand in dieser Region werden der Natur-, sowie insbesondere der Wasserhaushalt nachhaltig verändert und äußerst wertvolle Böden der unteren Niederrheinterrasse unwiederbringlich beseitigt. Diese massiven Eingriffe in das Grundwasser sind in ihrer Komplexität nie mehr rückgängig zu machen“, so die EDEN-Sprecher Melanie Gronau und Dr. Leo Rehm.

„In vielen Bereichen ergeben sich zunächst Grundwasserabsenkungen, die aber in bestimmten Situationen, wie z.B. Rheinhochwasserständen oder Grundwasserhochständen genau in das andere Extrem umschlagen können.“
Bezüglich der geplanten Auskiesung Histenbruch ergeben sich bei einem extremen Hochwasser lt. Gutachten für den Bereich des Brüggenhofsees, und im neuen Abgrabungsgebiet solch hohe Seepegel, dass es mit großer Wahrscheinlichkeit mindestens zu nassen Kellern kommen wird.
Da in dem Gutachten aber z.B. der Aspekt hinzukommender hoher Grundwasserstände nicht in den Berechnungen zu finden ist (welche z.B. zusätzlich noch durch lang anhaltende Regen- oder Starkregenfälle entstehen können), ist zu befürchten, dass das berechnete Szenario durchaus noch schlimmer ausfallen könnte, so die EDENer, zumal in dem umliegenden Gebiet Geländebereiche mit niedrigen Höhen auf Kartenmaterial zu finden sind.
Eden e.V. setzt sich für den Erhalt des einzigartigen Niederrheines ein. Dabei beurteilt Eden abgrabungsbedingte weitere Eingriffe in den Grundwasserkörper mit immer weiter fortschreitender Beeinflussung der Grundwasserverhältnisse zum offensichtlichen Nachteil einer ganzen Region als äußerst bedenklich. Gefahr für Hab und Gut der Bevölkerung ist als Folge zu erwarten. Eine „kleine Kostprobe“ gab es ja bereits im Juni 2016, wo Rheinmittel- und Grundhochwasser mit Starkregenereignissen zusammentrafen.
„In den letzten Wochen durften wir viele wunderbare Reaktionen aus der Bevölkerung erfahren“, so Melanie Gronau. „Wildfremde Menschen riefen oder sprachen uns an, bedankten sich für unser Engagement und fragten, wie sie die Tätigkeit von EDEN e.V. unterstützen, oder auch Mitglied werden könnten.“
Auf der Homepage www.eden-niederrhein.de ist eine Stellungnahme der Bürgerinitiative nachzulesen, welche unter fachlicher Begleitung von Hydrogeologen ausgearbeitet wurde, in der der Verein die Gültigkeit und somit die Genehmigungsfähigkeit des Hydrogeologischen Antragsgutachtens anzweifelt.

Bis zum 02.Juni konnte jeder Bürger beim Kreis Einsicht in die Antragsunterlagen zur geplanten Großabgrabung Bislich- „Histenbruch“ (99 ha) nehmen, bzw. sich diese Unterlagen als Download auf seinem PC abspeichern.

Eine solche Offenlage dient dem Bürger als Information über ein geplantes Vorhaben und gibt ihm, wenn er sich betroffen fühlt und durch solch ein Projekt einen Nachteil für sich zu erwarten hat, die Möglichkeit bei der genehmigenden Behörde (hier die Kreisverwaltung Wesel) einen Einwand zu erheben.
Solch ein Einwand gegen die geplante Großabgrabung „Histenbruch“ ist noch bis zum 16.06.2017 möglich!
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Jens-Uwe Habedank aus Kleve | 29.06.2017 | 12:08  
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