Spaß mit der Filzkugel - TBF-Tennisabteilung organisiert Aktionstag für Flüchtlingskinder

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Auf der Anlage des TBF am Schemmannsfeld fand der von Monika Putzek organisierte Aktionstag statt. Die Flüchtlingskinder hatten eine Menge Spaß an den Spielen und Übungen. (Foto: Debus-Gohl)

Monika Putzek wollte etwas tun. Unter dem Motto „Spiel, Spaß und Sport verbinden Menschen“ organisierte sie einen Aktionstag für Flüchtlingskinder. Als Mitglied der Tennisabteilung des Turnerbundes Essen-Frintrop 1903 e.V. war klar: Dabei sollte es sich um das Thema Tennis drehen

Es gibt wohl wenige Themen, die die Menschen im Moment so beschäftigen wie die Flüchtlingskrise. Ein Drittel aller nach Deutschland einreisenden Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche. Deshalb wollten auch die Tennisdamen des Turnerbundes einen Beitrag leisten, den Blick auf diese Kinder lenken und ihnen zeigen, dass sie hier willkommen sind.
Nach Vorgesprächen mit ihrem Arbeitgeber RWE, der die Aktion unterstützte, und der Leiterin des Zeltdorfes Essen-Dellwig stand einem fröhlichen, bewegenden und für alle Seiten lohnenden Tag nichts mehr im Wege.

Kids waren voller Eifer dabei

Mit elf Autos wurden 30 Kinder und 15 Mütter an der Unterkunft abgeholt und zu den Tennisplätzen am Schemmannsfeld gebracht. „Wir hätten doppelt so viele Kinder mitnehmen können, alle wollten gerne mit, dafür hat der Platz in den Autos aber nicht ausgereicht“, bedauert Putzek. Zunächst wurden alle mit Süßigkeiten, Kaffee und Kuchen versorgt. Die Kinder fühlten sich gleich wohl und tobten wild auf dem Trampolin herum. Dieses Sportgerät war so beliebt, dass die Betreuung und Einteilung der Kinder zum Tennisspielen eine Herausforderung darstellte.
Die Kleinen – Kinder im Alter von drei bis zwölf Jahren waren dabei – konnten sich nach Herzenslust mit dem neuen Spielzeug in den Sandkästen vergnügen, während die Größeren, angeleitet von Monika Putzek, Ilse Gabka und den zwei Lindas, mit Aufwärmübungen begannen. Strecken und „Kirschenpflücken“ mit den Tennisschlägern, danach Lauftraining über den Platz – die Kids waren voller Eifer dabei und konnten sich bei den anschließenden Schlagübungen so richtig austoben.

Pizza und Spaghetti zur Stärkung

Die gelben Bälle flogen durch die Luft und das eine oder andere Tennistalent von morgen war vielleicht mit auf dem Platz.
So auch Fawzi (zwölf Jahre) aus Syrien. Die Leichtigkeit und Anmut, mit der er die Bälle übers Netz schlug, zeigte deutlich, dass er im Tennisspielen nicht ganz unerfahren war. „Auf der Flucht habe ich zehn Monate in der Schweiz gelebt und dort schon ein paarmal Tennis gespielt“, erzählt er, wirft den Ball hoch und schmettert ihn erneut über das Netz.
Der angedachte Tennis-Wettbewerb fiel aus, „das wäre einfach zu viel für die Kids gewesen“, betont Putzek.
Nach dem erfolgreich absolvierten Training konnten sich alle noch mit Pizza und Spaghetti stärken und jeder bekam ein kleines Abschiedsgeschenk vor der Fahrt zurück ins Zeltdorf.
„Ich möchte mich ganz herzlich für die eindrucksvolle Hilfsbereitschaft unserer Vereinsmitglieder bedanken – die strahlenden Kinderaugen zeigen, dass sich der Einsatz gelohnt hat“, freut sich Organisatorin Putzek.
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