Mittelalterliches Burgfolk-Festival zum letzten Mal in Mülheim

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„Saltatio Mortis“ stehen am Freitag auf dem Programm. Foto: Thorsten Seiffert

Das Burgfolkfestival im Schloß Broich findet in diesem Jahr zum letzten Mal in den alten Gemäuern statt. Am Freitag, 19. August, und Samstag, 20. August, spielen die besten Bands der Szene noch einmal auf.

„Die Konkurrenz ist bundesweit so groß geworden, da können wir als reines Musikfestival nicht mehr mithalten“, sagt Organisator Michael Bohnes. „Die Einstellung des Festivals ist nichts dramatisches. Wir können stolz sein, dass wir 15 Jahre lang ein solche Veranstaltung in den Stadtmauern beherbergen konnten“, sagt Bohnes.

Natürlich sei er traurig, aber die Konkurrenz durch die großen Mittelaltermärkte sei zu groß. „Die haben vor rund fünf Jahren ihre Konzeption umgestellt und bieten seitdem auch abends ein entsprechendes Musikprogramm. Wenn die Fans dann ihre Musik für 20 Euro Eintritt hören können, kommen sie nicht mehr nach Mülheim.“ Auch die Exklusivität litt zunehmend darunter. Die Superstars der Szene treten eben auch in diesem für sie attraktiverem Umfeld auf. „Wir wurden immer wieder gefragt, was es an sonst noch gebe. Da konnte ich immer nur darauf hinweisen, dass wir ein reines Musikfestival sind.“

Rund 1500 und mehr Tickets hat Bohnes zu Spitzenzeiten verkauft. In den vergangenen Jahren sank die Frequenz kontinuierlich ab - zuletzt auf 1100 bis 1200 Karten im Jahr. Damit war das Festival, dass zu 90 Prozent vom Eintrittsverkauf „lebte“, nicht mehr finanzierbar. „Selbst wenn wir Sponsoren gehabt hätten, wären nicht mehr Besucher zu uns gekommen“, so Bohnes.
Es gebe keinen Grund zu jammern, vielmehr freue er sich jetzt auf das letzte Burgfolkfestival in Mülheim.

„Zu der nunmehr 15. Auflage des Burgfolk Festivals geben sich wieder nationale und internationale Szenegrößen ihr Stelldichein und bürgen für buntes Spektakel, das Folk-, Mittelalter- und Rockfans gleichermaßen mit der Zunge mit der Zunge schnalzen lässt: Vom handfesten Folkrock, rhythmischem Pagan- und Mittelalterfolk, klassischem Irish Folk bis hin zu kernigem Country und Polkabeats bietet das Burgfolk MMXVI einmal mehr ein facettenreiches Spektrum der Folk- und Mittelaltermusik“, ist Bohnes überzeugt.

Um 17 Uhr lässt er am kommenden Freitag die „Burgtore“ öffnen. Als Opener des Festivals tritt von 17.30 bis 18.10 „Reliquiae“ an. Ihr folgt die Gruppe „Pyrates!“ von 18.30 bis 19.10 Uhr. Von 19.30 bis 20.20 Uhr ist „Folk Noir“ zu hören. „Saltatio Mortis“ startet um 20.45 Uhr und beendet zugleich den ersten Festivalabend.

Am Samstag öffnet das Schloss um 12.15 Uhr. Von 13 bis 13.40 Uhr lädt „Krayenzeit“ zum Zuhören ein. Weiter geht es von 14.05 bis 14.45 Uhr mit „Mythemia“. „The Aberlours“ treten zwischen 15.10 und 15.55 Uhr auf. Ihnen folgen von 16.20 bis 17.10 Uhr „Ingrimm“. Die Gruppe „Ski’s Country Trash“ ist zwischen 17.35 und 18.35 Uhr zu hören. Mit „Rapalje“ geht es von 19 bis 20 Uhr weiter. Zu Abschluss spielt von 20.30 bis 22 Uhr „Russkaja“ auf.

Die Mülheimer Woche verlost zu diesem letzten Burgfolk 5x2 Festivalkarten. Wer gewinnen möchte, sollte die Frage beantworten, zum wievielten Male das Festival stattfindet. Bis Montag, 15. August, sollte die Antwort per Mail an redaktion@muelheimerwoche.de gesendet werden. Bitte den vollständigen Namen und die Kontaktdaten nicht vergessen! Die Gewinner werden benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Das Festivalticket kostet rund 50 Euro, das Tagesticket für Freitag 27,50 Euro, für Samstag 34 Euro. Tickets gibt es an allen AD-Ticket-Vorverkaufsstellen. Erworbene E-Tickets für das Burgfolk Festival werden an der Tageskasse gegen Original-Tickets eingetauscht. Außerdem gibt es Karten an der Tageskasse. Weitere Infos sind unter www.muelheim-ruhr.de/burgfolk sowie www.facebook.com/BurgfolkFestival/ zu finden.
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