Über zwei Milliarden Euro für Gewässer

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Essen-Kettwig. Es hört sich harmlos an, kommt Land und Kommunen aber teuer zu stehen: Die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Allein im Stadtbezirk IX fallen Kosten von weit über 2,5 Millionen Euro an.

„Die EU-Wasserrahmenrichtlinie dient dem Schutz von Tieren, Pflanzen und dem Grundwasser. Ziel ist, bestehende Oberflächengewässer in einen natürlichen Zustand zu versetzen.“ Das erklärte Silke Kammler von der städtischen Wasserwirtschaft am Dienstag während der Sitzung der Bezirksvertretung in Kettwiger Rathaus. Nach Vorgabe der EU sollen die Fließgewässer bis 2027 in einem „guten“ Zustand sein.

Drei Bäche im Bezirk 9

Im Bereich des Bezirks IX stehe „die naturnahe Gestaltung“ beim Oefter-, Hesper- und Rinderbach an. Derzeit erstelle die Verwaltung Umsetzungspläne. Denn die ersten Maßnahmen müssen bereits 2018 umgesetzt sein. Andere folgen bis 2027.
Die Kosten für die Umsetzung der genannten Veränderungen betragen nur auf dem Bezirksgebiet rund 2,5 Millionen Euro. Fast die gleiche Summe fällt auch für die anderen Kommunen an, über deren Gebiet die Bäche fließen. Doch das sind erst die bisher bekannten Kosten, die im Etat bereits ihren Niederschlag fanden.

Land stellt Geld zur Verfügung


Das Land stellt den Kommunen für die Umsetzung der Richtlinie rund 80 Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. „Bis zu 90 Prozent der Veränderungen an den Bächen finanziert das Land“, erklärte Kammler. Weitere Informationen zum Wasserschutzkönnen unter www.flussgebiete.nrw abgerufen werden.

Wo, was genau und zu welchen Kosten verändert wird, ist auf der Seite http://www.ruhr.nrw.de/index.php/Ruhr/Kooperatione... zu sehen.

Die Gesamtkosten zur Umsetzung liegen landesweit bei mindestens 2,1 Milliarden Euro bis zum Jahr 2027.
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