Klimametropole Ruhr 2022: Interview mit den Organisatoren von "Meet Green" Peter Marx und Heinz Schnetger

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Peter Marx von der Agentur Nordis war einer der beiden Organisatoren von "Meet Green" in Essen-Kettwig. (Foto: Bangert)
 
Heinz Schnetger von der Kettwiger Grundstücksgesellschaft war eine der treibenden Kräfte hinter "Meet Green". (Foto: Bangert)
Essen: Scheidt'sche Hallen |

Nachhaltigkeit ist ein Thema, das viele Menschen immer mehr beschäftigt. Darunter sind auch Heinz Schnetger von der Kettwiger Grundstücksgesellschaft und Peter Marx von der Agentur Nordis. Beide nahmen die Initiative der Landesregierung zur Klimametropole Ruhr zum Anlass, in den Scheidt‘schen Hallen mit „Meet Green“ eine Info-Veranstaltung für mittelständische Unternehmen auf die Beine zu stellen. Wie es zu der Idee kam und was zukünftig noch alles geplant ist, darüber plauderte das Kettwiger-Duo im Interview mit dem Lokalkompass.



Wann und wie kam es zu der Idee mit „Meet Green“ Kettwig auf die Landkarte der Klimametropole Ruhr zu setzen?
Heinz Schnetger: „Mit der ‚klimametropole RUHR 2022‘ ist das Thema Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit noch einmal sehr umfassend und für ganz unterschiedliche Bereiche auf die Agenda in NRW gesetzt worden.
Unser Ansatz mit der Veranstaltungsreihe „Mittelstand trifft Kreativwirtschaft“ im Kreativ.Quartier Scheidtsche Hallen zielt auf das Zusammenbringen von potenziellen Auftraggebern (kleine und mittelständische Unternehmen) und Dienstleistern der Kreativwirtschaft (auch hier kleine und ganz große der Branche) zur Stärkung der Kenntnis von einander.
Dabei ist die Kooperation mit dem BVMW sehr hilfreich. Da in unserem Netzwerk viele Unternehmen / Büros im Veranstaltungsmanagement tätig sind, bot sich der Rahmen der klimametropole RUHR 2022 für diese Themenwahl an.“
Peter Marx: „Es gibt im Ruhrgebiet pro Jahr über 100.000 Veranstaltungen. Eine unglaubliche Zahl oder? Da ist es also keinesfalls egal, ob bei der Organisation die Nachhaltigkeit im Blick ist oder nicht. Als Veranstaltungsagentur aus Kettwig hat uns interessiert: was kann man besser machen? Und diese Frage hatten wir offenbar nicht allein, denn es gab viele sehr interessierte Fachbesucher, von Messegesellschaften bis zu Banken, die für ganz NRW ihre Kundenevents nachhaltiger organisieren wollen."

"Es gibt keinen Versuch. Entweder du tust es oder du tust es nicht.“ Axel Bachmann, Geschäftsleiter Nachhaltigkeit, Coca Cola


Was haben Sie aus der Veranstaltung für sich mit genommen?
Heinz Schnetger: „Veranstaltungen sind häufig von einem großen „Einmal-Aufwand“ geprägt. Da war es sehr aufschlussreich zu hören, wie mit oft einfachen Mitteln Ressourcen geschont werden können. Beeindruckt hat mich insbesondere der Vortrag der Agentur satis&fy, der gezeigt hat, dass man mit Nachdenken und stringentem Verfolgen einer für richtig erkannten Unternehmensphilosophie viel in Bewegung setzen kann –aber auch nicht alles erreicht, was man sich wünscht. Getreu dem Motto von Meister Joda, vorgetragen von Axel Bachmann, Geschäftsleiter Nachhaltigkeit, Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG: ‚Es gibt keinen Versuch. Entweder du tust es oder du tust es nicht‘.“
Peter Marx: „Die Botschaft eines Redners ist für mich zentral: Wenn man als Kunde nachhaltige Produkte und Lösungen einfordert, bekommt man sie auch. Oft sind die Lieferanten sogar dankbar, wenn sie zeigen können, was sie da drauf haben. Also: Marktmacht nutzen, bei jedem Einkauf und bei jeder Bestellung. Dann ändert sich etwas.“

"Wenn man Nachhaltigkeit einfordert, dann bekommt man sie auch." Peter Marx, Organisator von 'Meet Green"


Wie geht es weiter? Bis 2022 ist es noch ein weiter Weg. Was für Ideen warten bereits auf die Umsetzung oder welche weiteren Veranstaltungen kann und wird es in Kettwig noch geben, damit das Thema Nachhaltigkeit in Kettwig sich noch mehr in den Köpfen der Menschen verfestigt?
Heinz Schnetger: „Es hat bereits einen Tag später, am Mittwoch, 1. Oktober, eine Folgeveranstaltung gegeben, in der nachhaltig handelnde - zum Teil sehr große und marktstarke - Unternehmen im Bereich textiler Produktion und textiler Dienstleistungen über einen ganzen Tag Ideen und Umsetzungen ihrer Unternehmensphilosophie zur Diskussion stellen.
Dabei geht es der Gruppe MaxTex darum, bei Unternehmen eine nachweisbar umwelt- und sozialgerechte Produktion in allen Stufen der Wertschöpfung im Herstellungsprozess von Textilien durchzusetzen und Anwender / Nutzer von den Vorteilen einer solchen Produktion zu überzeugen. Wenn uns weitere Themen im Feld der Nachhaltigkeit bekannt werden, von denen wir glauben, dass sie in der Reihe „Mittelstand trifft Kreativwirtschaft“ einen Platz haben sollten, dann werden wir das auch in Zukunft aufnehmen.
Im Vordergrund steht dabei der konkrete Nutzen den Mittelstand und Kreativunternehmen aus einer solchen Veranstaltung für sich mitnehmen können, nicht so sehr die Theoriediskussion.“
Peter Marx: „Rüdiger Wolf von TAS Dialog Marketing aus Mülheim, ein Callcenter-Unternehmen mit immerhin 500 Mitarbeitern, hat gestern erzählt, dass er immer dachte, beim Thema Klimaschutz und Umwelt sei für seine Branche doch eigentlich nicht viel zu tun. Doch dann hat er seine Abläufe einmal genau analysiert und durch ein Bündel von Maßnahmen den Energieverbrauch drastisch reduzieren können. Er war selbst überrascht. Wenn das auch jedes Kettwiger Unternehmen für sich tun würde, käme sicher eine Menge zusammen. Packen wir´s an!"

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