Mit Herzinfarkt ist nicht zu spaßen

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Professor Dr. Feraydoon Niroomand und sein Team informieren am kommenden Mittwoch, 9. November, über das Herz.

„Verschluss-Sache: Herzinfarkt“ heißt es am kommenden Mittwoch, 9. November, im Evangelischen Krankenhaus an der Wertgasse. Zwischen 17 und 19 Uhr informiert Professor Dr. Feraydoon Niroomand, Chefarzt der Kardiologischen Abteilung, und sein Team über Erkennung und Behandlung von Herzinfarkten.

Zusätzlich simuliert das Team im großen Kasino des Krankenhauses das Verfahren, dass in der Notaufnahme abläuft, wenn ein Patient dort ankommt. Vorträge, Filme und Präsentationen runden die Informationsveranstaltung ab. Thematische Fragen dürfen jederzeit gestellt werden. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung nicht nötig.

Rund 10.000 Infarktverdachte im Jahr


Von den 30.000 bis 40.000 Patienten, die jährlich in der Notaufname des Evangelischen Krankenhauses, behandelt werden, besteht bei rund einem Viertel der Verdacht auf Herzinfarkt. „Allerdings hat die Mehrheit von ihnen keinen Infarkt“, betont der Chefarzt. Bei Verdacht kommen die Patienten sofort in die sogenannte „Chest Pain Unit“-Zimmer, die Brustschmerzeinheiten. Durch ein aufwändigeres EKG und die Computertomografie (CT) wissen die Ärzte schnell, welche Krankheit vorliegt. „Das erste Ergebnis des CT liegt binnen 15 Minuten vor“, erläutert Dr. Ingmar Gröning in der Notfallaufnahme. Dort stehen für Infarktpatienten zwei Extraräume zur Verfügung, in denen Betroffene ab Eintreffen lückenlos überwacht werden. „Es kommt beim Infarkt wirklich auf Schnelligkeit an“, sagt der Professor. Je schneller eine Behandlung erfolgt, desto besser, denn „die Herzmuskelzellen können nicht regeneriert werden. Je eher sie wieder aktiviert werden, desto besser. Eine Brustmassage kann bei entsprechenden Anzeichen jeder durchführen“, sagt der Kardiologe. Anzeichen für einen Infarkt sind Belastungsschmerzen im Brustbereich. Sind sie nicht punktuell zuzuordnen, wird es höchste Zeit für den Krankenwagen. Auch kalter Schweiß, Luftnot und Angstzustände seien Indizien für eine Durchblutungsstörung des Herzens.

Stetige Sauerstoffzufuhr nötig

Wie das Gehirn ist das Herz auf einen stetigen Sauerstoffzufluss angewiesen, damit die mechanische Funktion des Pumpens funktioniert. Zusätzlich benötigt das Herz noch einen elektrischen Impuls. Fehlt der oder wird er gestört, kann es zum sogenannten Herzkammerflimmern kommen.
Wie das Herz funktioniert und welche Möglichkeiten die moderne Medizin hat, erläutert der Spezialist während der Informationsveranstaltung. Bereits im Vorfeld kann jeder etwas für sein Herz tun: „Die drei größten Risikofaktoren sind das Rauchen, Übergewicht und mangelnde Bewegung.“ Einen kleinen Trost für Raucher hält er bereit: „Man sagt, dass fünf Jahre nach dem Aufhören, das Risiko eines Infarktes dem eines Nichtrauchers gleicht. Eine wissenschaftliche Bestätigung steht aber noch aus.
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