Pläßweidenweg: Ruhe in den Ruhrau-Gärten

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Am 5. Juni einigten sich Stadtverband, der GBV Steele-Mitte und OB Thomas Kufen auf die gesamte Auflösung der Kleingärten in der Ruhrau. Foto: Archiv

Stadtverband und GBV Steele-Mitte halten an Auflösung fest:
Die Kleingärten in der Ruhrau werden als Ganzes aufgegeben. Das Ergebnis hatten sich der GBV Steele-Mitte und der Stadtverband als Generalpächter von OB Thomas Kufen gewünscht. Und dabei bleibt es auch.

Wie geht es in der Ruhrau weiter? Eigentlich war der letzte Stand, dass die Kleingärten insgesamt aufgegeben werden und die Hälfte der früheren Sportanlage "Kampfbahn Ruhrau" als Gewerbegebiet vermarktet werden soll. Die andere Hälfte wird weiterhin als Asylstandort genutzt.
Und genau so bleibt es auch, obwohl einige Anwohner und Kleingärtner (jetzt) gegen die Aufgabe der Gärten protestieren, weil die Stadt angeblich nur vorhabe, die Gärten in Grünflächen umzuwandeln (wir berichteten).
Das ist auch Norbert Kampmann, Vorsitzender des Gartenbauvereins (GBV) Steele-Mitte, bekannt, der diesen Entscheid maßgeblich voran getrieben hat und dabei Unterstützung beim Stadtverband der Kleingärtnervereine Essen fand.
Norbert Kampmann: "Ich weiß nicht, was die Stadt nun genau vorhat. Ich weiß aber, dass die Stadt uns nach dem Bundeskleingartengesetz jederzeit hätte kündigen können. Die Pacht ist abgelaufen und der Stadtverband als Generalpächter wollte wie der GBV keinen Tod auf Raten. Die Kleingärtner sollten endlich Gewissheit haben. Der Ratsbeschluss zur Gewerbeansiedlung steht und auch der Verbleib des Asylstandorts am Pläßweidenweg. Zum 30.11.2017 wird die Stadt die Gärten kündigen. Mag sein, dass dann doch wieder nicht die Gesamtfläche gebraucht wird und die Stadt mit einzelnen Kleingärtnern neu verhandeln will. Für uns war aber immer eine Gesamtlösung wichtig und keine häppchenweise Auflösung der Gartenanlagen. Das haben wir erreicht und dabei bleibt es."
Kampmann selbst hatte dafür gesorgt, dass neben den Bezirks- und Ratspolitikern sogar OB Thomas Kufen selbst in die Angelegenheit eingebunden wurde.
Deswegen wundert sich Kampmann jetzt, dass einige Kleingärtner doch nicht zufrieden sind: "Wir haben seit 2014 durchgehend zu Infoveranstaltungen zum Thema eingeladen. Am 5. Juni war der OB dann persönlich beim GBV Steele-Mitte in großer Diskussionsrunde. Diejenigen, die jetzt das Beschlossene kritisieren, waren bei keiner Veranstaltung dabei und haben sich so auch nie zu Wort gemeldet. Am 22. Juli machen wir jetzt noch eine Versammlung mit den Pächtern, aber auch der Stadtverband wird nicht mehr zurückrudern."
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