„Kunst plus Geschichte – das ist Theater“: Samstag wieder Rundgang durch das Holsterhauser Malerviertel

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Schauspieler Wolfram Bölzle führt heute wieder auf unterhaltsame und informative Weise durch das Holsterhauser Malerviertel. Der örtliche Bürgerbund lädt ein.

Es ist wieder soweit: Heute, Samstag, 20. August, startet Tour Nummer 3 durch das Holsterhauser Malerviertel, Treffpunkt: 15 Uhr vor St. Mariä Empfängnis an der Gemarkenstraße. Die Teilnahme ist frei, und wieder organisiert der Bürgerbund Holsterhausen den Rundgang.

Und auch am 20. August kann man nicht nur spontan teilnehmen, sondern auf dieser ganz besonderen Führung wieder einen echten „alten Meister“ treffen: Die Namensgeber des Malerviertels tauchen immer ganz plötzlich auf. Wann und wo und welcher Maler es sein wird, wird natürlich nicht verraten, denn sonst wäre es ja keine Überraschung mehr. Aber wir sprachen vorab mit der „Tourleitung“, dem Schauspieler Wolfram Bölzle, der in Essen kein Unbekannter ist.

Bei Intendant Jürgen Bosse war er am Grillo-Theater engagiert und ist u.a. durch die „Männerschmerz“-Auftritte im kollektiven Essener Kulturbewußtsein verankert. Dem vielseitigen Darsteller, gereift einem jüngeren Bruder von Jeremy Irons ähnelnd, fällt es daher auch nicht schwer, in die Rolle eines „Kunsthistorikers“ zu schlüpfen. Der mit Leidenschaft und großem Wissen seine Zuschauer zu fesseln weiß: „Kunstgeschichte vor Ort hautnah anhand von Straßennamen zu vermitteln, das hat schon was.“ Die Texte der Münsteraner Kunsthistorikerin Liz Schlichting bilden die fundierte Grundlage von Bölzles amüsanten, informativen und mit zahlreichen Anekdoten gespickten Vorträgen beim Rundgang durch das Holsterhauser Maler-Viertel.

Der Süd Anzeiger passte ihn gleich nach der letzten Tour ab:
Süd AnzeigerLieber Wolfram Bölzle, wie kamen Sie nach den Essener Theaterjahren diesem spannenden, inzwischen preisgekrönten Projekt hier in Holsterhausen?

Wolfram Bölzle: "Wie das am Theater so ist. Eine Schauspiel-Kollegin, von einem Mitglied des Bürgerbundes angesprochen, hat mich gefragt. Das Konzept gefiel mir gut. Für weitere Rollen konnte ich Kontakt zu geeigneten Kollegen aufnehmen und so sind nun zum Beispiel auch Sascha von Zambelly und Sarah Mehlfeld dabei."

Süd Anzeiger: Der besondere Reiz der Malerviertel-Führungen ist das Zusammentreffen der alten Meister mit heutigen Menschen - fast ein bisschen Magischer Realismus?

Wolfram Bölzle: "Ja, da ist schon was dran. Und Theater macht's möglich. Da wird für ein paar Minuten ein Menschheitstraum wahr: Wir können plötzlich mit Malerfürsten scherzen und streiten und das mitten in Holsterhausen. Wenn das nicht magisch ist ..."


Text und Foto: Caro Dai
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