Angebot für Hirntumorpatienten wird am Essener Uniklinikum deutlich ausgebaut

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Unter der Leitung des Neurologen und Hirntumorspezialisten Prof. Dr. Martin Glas entsteht an der Klinik für Neurologie (Direktor: Prof. Christoph Kleinschnitz) eine neue Abteilung für klinische Neuroonkologie. (Foto: Universitätsklinikum Essen)

Das Universitätsklinikum Essen (UK Essen) stärkt seine Neuroonkologie: Unter der Leitung des Neurologen und Hirntumorspezialisten Prof. Dr. Martin Glas entsteht an der Klinik für Neurologie (Direktor: Prof. Christoph Kleinschnitz) eine neue Abteilung für klinische Neuroonkologie.

In den kommenden Monaten soll das Angebot für Hirntumorpatienten deutlich ausgebaut werden. Ziel ist es beispielsweise, Patienten mit Hirntumoren die neuesten Therapieentwicklungen und Studien mit vielversprechenden Medikamenten anzubieten und spezifische neurologische Probleme der Hirntumorpatienten noch gezielter zu behandeln.
Dazu ist geplant, die interdisziplinäre onkologische Zusammenarbeit insbesondere mit den Kliniken für Neurochirurgie, Strahlentherapie, Innere Medizin (Tumorforschung) und dem Westdeutschen Protonenzentrum auszubauen.
Durch die enge Kooperation mit Prof. Dr. Björn Scheffler, Leiter der DKFZ-Abteilung für Translationale Neuroonkologie am Westdeutschen Tumorzentrum, will Prof. Dr. Martin Glas zudem zukunftsweisende Hirntumorforschung an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen mit modernster Patientenversorgung verbinden, um unter anderem die Behandlung von Patienten mit einem Glioblastom – dem häufigsten bösartigen hirneigenen Tumor bei Erwachsenen – im Rahmen neuer Studien langfristig zu verbessern.

Studien zur Erforschung und Behandlung von Glioblastomen

„Wir freuen uns, mit Martin Glas einen ausgewiesen Experten für die Behandlung und Erforschung von Hirntumoren für die Universitätsmedizin Essen gewonnen zu haben“, so Prof. Dr. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender des Universitätsklinikums Essen. „Im Bereich der Forschung ist es ihm unter anderem gelungen, zusammen mit anderen Experten zwei mit je 1,7 Mio. Euro geförderte Studien zur Erforschung und Behandlung von Glioblastomen zu starten."
„Zukünftig sollen besonders Patienten mit Hirntumoren und auch Hirnmetastasen mitbehandelt werden. Tumoren des zentralen Nervensystem bedürfen einer speziellen onkoneurologischen Expertise“, erläutert Prof. Dr. Martin Glas. „Zunächst wollen wir deshalb unser ambulantes Angebot und unsere Sprechstunden ausbauen. Mittelfristig ist geplant, eigene Räumlichkeiten und Betten für die spezialisierte ambulante und stationäre Therapie der Patienten einzurichten, damit diese einen zentralen Anlaufpunkt haben“, führt Glas weiter aus.

Auch im Bereich der Forschung plant er in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Björn Scheffler, Professor für Translationale Onkologie mit Schwerpunkt Neuroonkologie an der Medizinischen Fakultät, die Weiterentwicklung vorhandener Methoden und Therapien. Glas: „Für die Behandlung von Hirntumorpatienten gibt es derzeit wenig etablierte Standardtherapien. Innovative klinische Studien sind hier von größter Wichtigkeit."
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