Schwer mobiles“ Judo-Training

Der Olympia-Dritte Andreas Tölzer besuchte die Sportjugend Bielefeld
Buchstäblich „gewichtigen“ Besuch bekamen die Kinder der integrativen „schwer mobil“-Trainingsgruppen „Power Kids“ vor einigen Wochen in Bielefeld. Judoka Andreas Tölzer, Bronzemedaillen-Gewinner von London 2012 und elfmaliger Deutscher Mannschaftsmeister, absolvierte mit der integrativen Gruppe, bestehend aus 22 übergewichtigen und normalgewichtigen Kindern, sowie den Übungsleitern Martina Anhut, Dominik Gehring und Gerd Schneider in der Turnhalle der Bielefelder Bosseschule eine ganz besondere Trainingseinheit.

Gleich zu Beginn machte der Europacup-Sieger deutlich, wie sehr ihm die Themen
Übergewicht und Gesundheitsförderung für Kinder am Herzen liegen. „Ich selbst bin mit
meinen 145 Kilogramm nicht gerade ein Leichtgewicht. Doch dies ist für mich alles andere
als ein Nachteil: Ich brauche dieses Gewicht, um gegen andere Judoka in meiner Klasse
erfolgreich bestehen zu können. Bewegung und Sport – sogar Leistungssport – und ein
hohes Gewicht stehen nicht zwingend im Gegensatz zueinander“ unterstrich Tölzer.
Gerade Judo sei eine Sportart, die sich ganz hervorragend für schwere Kinder, aber auch
für Kinder mit anderen Förderbedarfen eigne, wie zum Beispiel mangelnde
Bewegungserfahrung. „Eine starke Gemeinschaft und ein gesunder Wettkampf mit
anderen Kindern sind prima, um Barrieren abzubauen und persönliche Erfolgserlebnisse
zu erfahren“, so Tölzer.

Nach ein paar spielerischen Übungen zum Aufwärmen ging es für die Sechs- bis
Zehnjährigen der integrativen „schwer mobil“-Trainingsgruppen „Power Kids“ endlich auf
die Judomatte. Wurfübungen und Haltegriffe, die speziell auf die Koordinationsfähigkeiten
der Kinder abgestimmt waren, sorgten schnell für jede Menge Spaß an der Bewegung.
„Ich bin begeistert, mit welchem Eifer unsere Schützlinge bei der Sache sind“, freute sich
Übungsleiter Gerd Schneider gemeinsam mit seinen beiden Kollegen.

Das Projekt „schwer mobil“
Das Projekt „schwer mobil– Gesundheitsförderung für übergewichtige Kinder“ ging 2004 an den Start und hat es sich zum Ziel gesetzt, Kinder und Jugendliche mit Gewichtsproblemen über programmatische Zusammenarbeit mit ausgewählten Sportvereinen in NRW für eine „bewegte“ und gesunde Lebensweise zu begeistern. „Schwer mobil“ ist Bestandteil des „Paktes für den Sport“ sowie der Handlungsprogramme „NRW bewegt seine KINDER!“ und „Bewegt GESUND bleiben in NRW!“ des Landessportbundes NRW. Damit diese und ähnliche Projekte finanziert werden können, fließen rund 40 Prozent der Spielerträge von Westlotto in den Haushalt des Landes Nordrhein-Westfalen und kommen solchen gemeinnützigen Projekten wie „schwer mobil“ zugute. Somit profitieren nicht nur viele vorbildliche Vereine von den Lotterieeinnahmen, sondern die gesamte Gemeinschaft.
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