Weltmeister Andy Elvis Dörner kam von der WM nach Essen: Im Reisegepäck hatte er zwei aktuelle Goldmedaillen im Powerlifting

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Nach hartem Training eine Banane als Stärkung: Der fünfmalige Weltmeister im Powerlifting, Andy Elvis Dörner.
 
Auf die richtige Körperhaltung kommt es an. Der Weltmeister korrigiert...

Ein Powerlifting-Workshop der Superlative fand am letzten Wochenende in Bergerhausen statt. Superstars des „Hammer-Seminars“ waren der fünfmalige Welt- und Europameister Andy Elvis Dörner aus Wiesbaden und der Kölner Griffkraft-Experte Dr. Johannes Lierfeld, fünffacher Deutscher Meister. Sie begeisterten in der Box an der Saalestraße beim Wochenend-Trainingslager mit vielen neuen Grund- und Wettkampf-Techniken.

Es hieß wieder einmal „Lernen von echten Champions...“ Die drei Grundübungen Kniebeugen, Kreuzheben und Bankdrücken standen auf der speziellen Karte dieses Powerlifting - Trainings der Superlative, angereichert um Olympisches Gewichtheben und das Thema Sportgesundheit. Eine Trainings- und Leistungsschau, die hielt, was sie als Wochenend-Workshop in Fachkreisen versprach. Jede Leistungsklasse wurde angesprochen, sowohl Anfänger fanden den Sprung in das Training, wie auch lernwillige ambitionierte Athleten die Chance nutzten, sich durch die neuen Techniken erheblich zu verbessern!

Die Essener machten begeistert mit und standen den „Lehrmeistern“ in nichts nach. Chefcoach und Gastgeber Thomas Lohley reihte sich als zweifacher Weltmeister im TaekwonDo in die Riege der Weltklasse-Athleten und – Trainer ein und leitete seinen Workshop zum Thema „Gelenkmobilität“ und stellte den Trendsport vor. „Wir haben an diesem Wochenende viel gelernt…“ bekannten die Essener Sportler und stellten das gleich unter Beweis: Zwei Weltbestleistungen wurden von Katharina Küken (52,5 Kg) und Felix Hoffmeister (72,5 Kg) im Seminar von Dr. Lierfeld in der „Adam-T.-Glass-Challenge“ erzielt. Beide brachten jeweils das eigene Körpergewicht 46- bzw. 42Mal (!) an der Thickbar (Griffbereich 50 mm) mit einer speziellen Kreuzhebetechnik zur Hochstrecke.

„We build champs…“ versprach der Werbeschriftzug auf seinem T-Shirt. Und genau für diese Mission kam Andy Elvis Dörner, der wohl stärkste Mann der Welt, direkt von der Weltmeisterschaft in Washington D.C. nach Essen. „Wir machen Meistersportler!“ Der in Fachkreisen als „Dr. Bein“ bekannte Dörner kam nach seinem Erfolg in den USA auf Einladung des CrossFit Kader und seines sportlichen Leiters Thomas Lohley direkt nach Essen. Im Reisegepäck hatte er zwei Goldmedaillen, die er bei den Weltmeisterschaften im Powerlifting in Washington erkämpft hatte.

Dörner (38 Jahre), der schon sagenhafte Rekorde aufstellte, stockte seinen Medaillenspiegel damit deutlich auf: Für den dreimaligen Weltmeister und fünffachen Europameister aus Wiesbaden gab es jetzt die Welttitel vier und fünf für seine Weltklasseleistungen im Bankdrücken und im Push Pull-Zweikampf, in dem er zusätzlich das Kreuzheben mit schwerstem Gewicht meistern musste. Seine Bestleistungen sind im Kniebeugen 435 Kg (!) und im Bankdrücken 290 Kg.
Der Kraft-Dreikampf, das Powerlifting, kämpft um olympische Anerkennung. Im Jahr 2020 soll es um Olympia-Ehren gehen. Bisher sind die spektakulären Wettkämpfe bei den Word Games zu sehen. Die nächsten World Games gibt es 2017 in Polen, 2009 in Taiwan nahm Dörner bereits an diesen Spielen teil.
Vorher möchte Andy Elvis Dörner aber noch weitere Europatitel einheimsen. In Faro an der Algarve in Portugal hat er 2016 dazu Gelegenheit.

Unter Leitung des NRW-Verbandschefs Georg Hein stellten sich die besten Olympischen Gewichtheber des Landes vor: Thomas Ochmann, Juri Kosolapov sowie der frischgebackene Deutsche Vizemeister, der 16jährige Albaner Enis (alle von Goliath Dortmund). „Der richtige Umgang mit der Langhantel“ und viel Wissenswertes zum „Olympischen Zweikampf“ - schließlich ist das Gewichtheben eine der Grundlagen des Trainings - wurden gelehrt.

Der schon fast legendäre TV-Star Uri Geller vermochte mit Gedankenübertragung Nägel zu verbiegen. Der EM-Dritte Johannes Lierfeld hielt es da eher mit Kraft und Technik und lehrte, lange Baunägel „rund zu machen“. Neben diesem Spaß gab es eine Challenge auf Weltniveau an der Thickbar. Lierfeld begann 1999 mit dem Wettkampfsport im Bereich Kraft-Dreikampf, wechselte später zu den „Kettlebells“. Er referierte über Wettkampfdisziplin und bot viele praktische Techniken über angewandte Griffkraft.

Auch die Geselligkeit kam nicht zu kurz. Für eine gut funktionierende Community sind die Athleten des Kader, sowohl in der Box Saalestraße als auch am Baldeneysee (Seaside Beach) bekannt. Und nach dem harten Training mit den namhaften Lehrern gab es an beiden Tagen Smalltalk bei kühlen Getränken und stärkenden Grillspezialitäten...
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