Kreative Kinder

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Es weihnachtet in der Kita Pusteblume- Kuscheliges inklusive

Es duftet herrlich nach Vanille, Kinder, Eltern, Geschwister, Großeltern knubbeln sich am Waffelstand in der Kita Pusteblume an der Heckstraße. Verführerisch... Doch mein Weg führt mich in den Keller!


Es weihnachtet in der Pusteblume, festlich geschmückte Räume strahlen Gemütlichkeit aus. Doch Waffeln und Kinderpunsch müssen warten, zunächst möchte ich mir die Attraktion des Tages anschauen. „Wir sind sehr stolz“, „sieht echt toll aus“ und „die Kinder haben mehrere Wochen gebastelt“ waren die Stichwörter, die mich in den Souterrain locken. Mir kommen Mütter und Väter entgegen, die prall gefüllte Tüten mit sich führen. Was da wohl drin ist? Geheimnisvoll...
Im „Bewegungsraum“ der Kita wirft die Disco-Kugel Glizerlichter an die Wände, unzählige Sterne hängen vom Himmel, auf zwei Matratzen türmen sich bunte, weich aussehende Berge. Ein prüfender Blick, einmal den Stofftest gemacht, knuffig!
Es sind Kissen, die die Kinder in stunden- eher wochenlanger Bastelarbeit selbst gestalten konnten. Mutter Katja Haver hatte die kreative Idee, die nun wirklich toll ankam. Viele eifrige Hände halfen den Kleinen, die aber erstaunlich geschickt - und auch unerwartet geduldig - an ihren Kissen arbeiteten. Bunter Stoff wurde ausgeschnitten, es entstanden Gesichter, Häuser, Bäume, bei den Jungs auch Autos in fantasievollen Formen, die Kleinen konnten sich kreativ austoben. Die Älteren konnten die Vliesstücke selbst aufbügeln, fleißige Mütterhände steppten sie zur Sicherheit ab.
Nun liegen die Kissen ansprechend präsentiert zum Verkauf bereit, jedes mit dem Namensschild des „Herstellers“ versehen. Doch die Jung-Kreativen wissen genau, welches ihr Meisterwerk ist, ziehen die Eltern zum Objekt der Kuschel-Begierde. Mitten im Trubel steht Ute Tasch vom Förderverein der Kita und strahlt: „Wir werden alle 70 Kissen verkaufen. Da bekommen wir die Materialkosten locker raus. Und noch mehr, denn viele Eltern haben über die acht Euro Kaufpreis hinaus noch großzügig gespendet!“
Wofür der Erlös dieser beispielhaften Aktion ist, kann man direkt nebenan erfahren. Ute Tasch hat ein Modell gebaut: „So soll unser Spiegelhäuschen aussehen. Da können immer zwei Kinder reinkriechen und sich tausendfach gespiegelt sehen!“
Wichtig für die kindliche Sensorik. Ebenfalls ganz wichtig für die Kinder ist Motorik, so Ute Tasch: „Deswegen sind wir auch Bewegungs-Kita. Die Kinder sind viel draußen und toben. Und durch den Bewegungsraum kommen selbst am schlimmsten Regentag ausgelastete und zufriedene Kinder nach Hause!“
Plötzlich stürzen Alt und Jung, Groß und Klein vor die Tür, alle versammeln sich vorm Haus Heck, wo schon das von der Kita gestaltete Adventsfenster festlich erleuchtet ist. Dann beginnen Kinder und Eltern an zu singen: „Wir sagen euch an den lieben Advent...“
Kassensturz, Ute Tasch ist mehr als zufrieden: „Wir haben die 700 Euro für unser Spiegelhäuschen zusammen bekommen. Klasse!“
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