Runder Geburtstag für den Toast Hawai - kulinarisches Meisterwerk oder Kalorienbombe?

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Na - für welche Variante würden Sie sich entscheiden? Unsere Meinung stand schnell fest.
 
So sehen die Zutaten des Profis aus...
Essen: Lecker Werden |

Kochen ist Kult - und wer den Fernseher einschaltet, weiß das. Kein Tag ohne Koch-Show könnte man meinen - Kochen ist gesellig, gesund, modern - mit einem Wort: „In“ und ganz Deutschland kocht! Dass die Koch-Show an sich aber bereits in den 50er Jahren Erfolge feierte, wissen heute nur noch die Wenigsten. Clemens Wilmenrod war 1953 der erste Fernsehkoch, genau genommen eigentlich kein Koch, sondern Schauspieler und Erfinder eines legendären Gerichtes: des „Toast Hawaii“, der in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiert.

Ist der Kult-Snack der 50er Jahre heute überhaupt noch zeitgemäß? Kann die Leckerei neben Burger, Döner und Co. den heutigen Geschmack treffen? Wir haben jemanden gefragt, der Ahnung hat: Patrick Jabs, WDR-Fernsehkoch und Inhaber der Werdener Kochschule „Lecker Werden“ an der Ruhrtalstraße. Zu einem Test-Essen hat uns der Koch-Profi eingeladen, ganz nach dem Motto: Klassischer „Toast Hawaii“ trifft auf seinen modernen Bruder 2015 - sozusagen „Toast Hawaii 2.0“.

Heute noch zeitgemäß?


Die Zutaten für den Klassiker besorgen wir: Toastbrot (natürlich keine Vollkornvariante), Kochschinken, Dosenananas und Schmelzkäse (die Belegkirsche fehlt im Ursprungsrezept, daher haben wir auf sie verzichtet!). Was Profi Jabs besorgt, sehen wir erst in seiner Schulküche. Es gibt: Vollkorn-Toast, gekochten Schinken vom Metzger (sog. Opa-Schinken), Käse (eine Art Gruyère), frische Ananas und Basilikum. Wir sind gespannt!

Patrick Jabs: "Nur aus guten Zutaten kann man auch was wirklich gutes kochen!"


„Nur aus wirklich guten Zutaten kann man auch was wirklich gutes kochen“, erklärt Jabs zu Beginn. Bereits seit 1991 steht der Mann als Profi am Herd, kochte bereits in den feinsten Essener Küchen wie dem Schloss Hugenpoet oder dem Casino Zollverein, ist regelmäßig im WDR-Fernsehen zu sehen und betreibt seit gut drei Jahren seine Kochschule. Und? Was hat der Profi zu bieten? „Ich koche heute aus meinen Zutaten eine Art Brot-Salat!“ Staunen beim Kurier-Team - das hatten wir nicht erwartet!
Und los geht es: Als erstes wird das Toastbrot von der Rinde befreit und in einer Mischung aus Olivenöl und Butter in einer großen Pfanne angebraten. Der „Opa-Schinken“ wird in handliche „Stifte“ geschnitten und dazu gegeben. Dann den Käse in Streifen schneiden und die frische Ananas zubereiten. Etwas frischen Basilikum grob hacken, mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer würzen und alles zusammen auf einem Teller anrichten. Die Küche duftet wunderbar und das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen! Fairerweise bereitet der Profi auch noch den Klassiker zu - auch wenn bereits zu diesem Zeitpunkt klar ist: „Toast Hawaii 2.0“ ist nicht zu schlagen. Also: Toasten, belegen und ab in den Ofen.
Probiert hat zumindest Jabs beide Gerichte: „Lebensmittel wegschmeissen? Das geht nicht!“ Sein Urteil ist trotzdem eindeutig: „Das schmeckt auch nicht schlecht - aber der Brot-Salat ist mir lieber!“ Uns auch! Quintessenz: „Toast Hawaii“ ist ein wenig in die Jahre gekommen, der Geschmack ist nicht schlecht, aber es gibt bessere Varianten. Und über-haupt: Auch beim Essen ist Geschmack wohl doch „Geschmacksache“!

Wirklich leckere Alternative: Jabs' Brotsalat!


PS: Jabs’ Geschmack kann man tatsächlich auch mit einfachen Gerichten eine Freude machen. „Klar, gut muss nicht kompliziert sein! Letztens habe ich hier in Werden eine Lamm-Haxe bestellt - nicht schwierig und ein toller Geschmack. Einfach lecker!“
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Julia Colmsee aus Essen-Süd | 02.03.2015 | 08:42  
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