Sicherheit und Polizeiarbeit im Ennepe-Ruhr-Kreis

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Von Links: Vorsitzende Elke Kramer, Landrat Olaf Schade, Kreistagsmitglied Barbara Lützenbürger, dahinter Helge Mannott. (Foto: privat)
 
Hauptkommissarin Tanja Wallenfells im Dienst in Gevelsberg war Rednerin beim SPD Treffen. (Foto: privat)
Gevelsberg: Gevelsberg |

Der SPD Ortsverein hatte Mitglieder und Gäste zu dem Thema eingeladen.

Um sich praktisch aus erster Hand informieren zu können, waren gleich zwei Experten anwesend: Landrat Olaf Schade als Leiter der Kreispolizeibehörde und Tanja Wallenfels, Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei und aktive Polizeibeamtin in Gevelsberg. Beide schilderten zunächst aus ihren Blickwinkeln heraus, wie die Polizei im Ennepe-Ruhr-Kreis aufgestellt ist, mit welchen Delikten man es zu tun hat und mit welchen Instrumenten die Polizei auf aktuelle Entwicklungen reagiert. Positives Fazit vorweg: Die Polizei im EN-Kreis ist gut aufgestellt und man kann guten Gewissens davon sprechen, dass sich die Bevölkerung hier sicher fühlen darf. Vor kurzem konnte Olaf Schade 24 neue Polizeibeamtinnen und Beamte begrüßen. Dass die meisten hiervon junge Leute sind, die gerade erst ihre Ausbildung beendet haben, sei kein schlechtes Zeichen, so der Landrat. Auch die Polizei müsse sehen, dass sie sich verjüngt und die „alten Hasen“ ihre Erfahrungen weitergeben können. Dennoch müssten perspektivisch noch mehr junge Männer und Frauen für den Dienst bei der Polizei gewonnen werden, um die demografische Entwicklung aufzufangen. Dafür müssen aber gute Bedingungen herrschen, ergänzte Hauptkommissarin Tanja Wallenfels.

Vor- und Nachteile

Der Polizeidienst ist anspruchsvoll und vielseitig, bedeutet aber auch Schichtdienst und bringt gewisse Risiken mit sich. Tatsächlich sind es nicht die großen, spektakulären Fälle, an denen Polizeiarbeit gemessen werden muss. Was zählt, seien örtliche Präsenz, eine gute Mischung aus Präventions-und Ermittlungstätigkeit und ein Team, das gut zusammenpassen würde. Ansonsten wäre wohl die Arbeit in drei Schichten am Standort Gevelsberg kaum mit Erfolg zu koordinieren. Tatsächlich werde sehr viel dafür getan, um im örtlichen Umfeld präsent zu sein. Um Delikten auf die Spur zu kommen wie Taschen- und Ladendiebstählen, Fahrzeugaufbrüchen und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, gingen die Beamtinnen und Beamten allerdings auch gern einmal in Zivil „auf Streife“. Die Polizei ist inzwischen gut vernetzt und nutze das Internet und soziale Medien, um ihre Arbeit transparenter zu machen. Sorgen bereitet allerdings oftmals der Umstand, dass die Polizeiarbeit zunehmend durch das teilweise respektlose Verhalten einiger Mitbürgerinnen und Mitbürger behindert wird. Gaffer, die die Aufnahme von Unfällen behindern und lieber mit ihren Handys filmen statt zu helfen, Passanten, die polizeiliche Absperrungen ignorieren und Menschen, die Polizeiangehörige oder auch Rettungskräfte in Ausübung ihrer Pflichten diffamieren und beleidigen gehörten leider inzwischen zum Alltag. Deswegen wünsche die Polizei sich mehr Unterstützung durch die Politik und mehr Verständnis von der Bevölkerung. Am Ende der Veranstaltung konnte Elke Kramer, die als Vorsitzende des Ortsvereins Gevelsberg die Veranstaltung moderierte, ein durchaus positives Fazit ziehen und den beiden Referenten für ihre Beteiligung sehr herzlich danken.
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