Gäste aus der englischen Partnerstadt Andover besuchten Goch

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Tina Abbing bei der Röstvorführung im Kaffeetechnikmuseum. Die englischen Gäste lauschten gebannt ihren Schilderungen über die Geschichte des Röstens.

Der Verein für Städtepartnerschaften konnte wieder einmal für ein Wochenende Gäste aus Gochs englischer Partnerstadt Andover begrüßen. Der ers­te Programmpunkt führte die Gäste nach Emmerich. Bei frühlingshaft warmem Wetter wurde die Rheinpromenade erkundet, um danach im Werksverkauf eines international bekannten ortsansässigen Süßwarenherstellers die Bestände für Weihnachten kräftig aufzufüllen.

Dann war Kaffeeklatsch bei einer Führung durchs Kaffeetechnikmuseum angesagt. Tina Abbing, Urenkelin des Firmengründers, brachte mit viel Charme, Kompetenz und Herzblut den englischen Gästen und deutschen Gastgebern alles über die Geschichte des Kaffeeröstens nah, mit vielen Geschichten und Anekdoten und natürlich mit einer echten Röstvorführung. Am Abend ging das Programm in Hommersum weiter. Hier wollten die englischen Freunde das miterleben, wofür sie die Reise um diese eigentlich trübe und kühle Jahreszeit gemacht hatten: den St. Martinszug!
In Großbritannien ist St. Martin zwar als Heiliger bekannt, aber es gibt zu seinem Namenstag keinerlei Feierlichkeiten. Jeder war von seinem Gastgeber mit einer Fackel ausgerüstet worden und folgte dem Mann auf dem Pferd, lauschte den Liedern und blickte in die leuchtenden Kinderaugen. Als international besonders taugliches Martinslied stellte sich schnell „Ich gehe mit meiner Laterne“ heraus, da der Gute-Laune-Refrain „Rabimmel-rabammel-rabumm“ im Englischen genauso viel Sinn macht wie im Deutschen. Es gab für jeden Gast aus der Hand von St. Martin eine Martinstüte, und dann ein gemütliches Weckmannessen im Gemeindehaus. Das Programm des nächsten Tages lag ganz individuell bei den Gastgebern. Abends trafen sich alle zum traditionellen St.-Martins-Gänseessen, und beim Schein der mitgebrachten Laternen wurden zusammen Martinslieder gesungen.
Im Sinne von St. Martin hatte der Verein an diesem Abend eine Spendenbox aufgestellt, deren Inhalt an die Gocher Flüchtlingshilfe geht. Ein kleines Quiz, bei dem ein deutsches und ein englisches Team jeweils die Namen von zehn bekannten englischen und zehn deutschen Gerichten anhand von Fotos erraten mussten, führte zu heftigen „kulinarischen“ Diskussionen und vor allem zu viel Erheiterung. Die Engländer kannten die deutschen Gerichte besser, also werden die Vereinsmitglieder die Gastgeber beim Rückbesuch im nächsten Jahr auffordern, mal etwas richtig „Englisches“ zu kochen.
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