Horst Jachnow im Kloster Graefenthal: Hintergründe zu der Luthers Reformation

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Der Referent Horst Jachnow in seinem Element.
GOCH. Der Förderverein Kloster Graefenthal hatte eingeladen, weil es nach den vier Vorträgen zu Martin Luther offen Fragen über die Ursachen und Hintergründe seiner Reformation gab. Horst Jachnow ließ es sich nicht nehmen, dieser Frage nachzugehen und seine Erkenntnisse in einem 90-minütigen Vortrag vorzustellen.
Zunächst stellte er fest, dass es bereits zuvor zahlreiche Reformversuche gab. Über die Armutsbewegung der Arianer und später der Katharer zählte er auch viele Klosterreformen zu diesen Versuchen. Für die Gocher sicherlich neu war die Erkenntnis, dass auch ein Gocher Bürger, Johannes Pupper, sich so wirksam bemühte, dass Luther später seine Schrift neu drucken ließ und sie mit einem Vorwort versah. Luther selbst zählte Pupper zu den Reformern. Auf den Punkt gebracht war die Reform möglich, weil die richtige Person zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und mutig handelte. Wenn auch immer wieder von Zweifeln verunsichert, wollte Luther die Reform seiner Kirche nicht aber eine Revolution. Es darf angenommen werden, dass auch er vom weiteren Verlauf der Reformbewegung überrascht war.
Die Zuhörer dankten dem Referenten Horst Jachnow für den lebhaften und kompetenten Vortrag mit kräftigem Applaus. Michael Urban, 2. Vorsitzender und Geschäftsführer des Fördervereins dankte dem Referenten mit einem Weinpräsent.
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