Die erste private Stiftung in Weeze

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v.l.n.r.: Johannes van Hall, Vorsitzender des Kuratoriums, Johannes Masseling als Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins, Karin van Lück, Heinz Koppers als stellvertretender Vorsitzender, Vertreter der Stifter und Bürgermeister Ulrich Francken.
Das kinderlose Weezer Ehepaar Lisbeth und Franz Macherey lud am 16. Mai 1995 zur ersten Kuratoriumssitzung in die heimischen Wände ein. Das war der Start der Franz-Macherey-Stiftung und die Geburtsstunde der ersten privaten Stiftung in Weeze.

20 Jahre später bedankte sich Bürgermeister Ulrich Francken jetzt bei Vertretern der Stifter sowie dem Kuratorium für das ehrenamtliche Engagement und die Unterstützung der Vereine. Das Kuratorium ist das Organ der Stiftung. Es beschließt über die Vergabe der Mittel. Zunächst bestand das Kuratorium aus dem Stifterehepaar Macherey und dem Gemeindedirektor Wienen als Vertreter der Gemeinde. Geregelt wurde, dass diese geborenen Mitglieder bis zu fünf weitere Mitglieder in das Kuratorium berufen können. Noch vor der Gründung der Stiftung wurde von den Eheleuten Macherey vorgeschlagen, das Kuratorium wie folgt zu besetzen: Johannes van Hall, Vorstandsmitglied der Verbandssparkasse Goch – Kevelaer – Weeze, Heinz Koppers, Steuerberater, Karin van Lück, Leiterin der Alten- und Rentnergemeinschaft, Johannes Snelting, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins, Karl Borghs, Elektromeister. Das Ehepaar Macherey selbst wurde im Kuratorium durch Wilhelm Janssen, Oberregierungsrat a.D., vertreten. Die Gemeinde Weeze ist treuhänderische Verwalterin des Stiftungsvermögens entsprechend dem Stiftungsgeschäft und der Stiftungssatzung.

In 1996 wurde die Stiftungssatzung modifiziert und ist in der Fassung vom 24. April 1996 bis heute gültig. In Paragraph 2 „Zweck der Stiftung“ heißt es: Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Zweck der Stiftung ist die Förderung kultureller Zwecke, der Jugendpflege und Jugendfürsorge, der Altersfürsorge, des Sports, der Heimatpflege und Heimatkunde sowie des traditionellen Brauchtums in der Gemeinde Weeze. Die Stiftung ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Das Kuratorium beschließt über die Verwendung der Stiftungsgelder. Die Mitglieder sind ehrenamtlich tätig.
Die Mitglieder des Kuratoriums treffen sich in der Regel einmal im Jahr im Wohnzimmer des Vorsitzenden, zuletzt am 11. März diesen Jahrers zur mittlerweile 22. Sitzung, um über die Vergabe zu beschließen. Von jeder Sitzung wird ein Protokoll erstellt. Die Zahlungen an die Vereine erfolgen über die Gemeinde Weeze.
Über die Anträge wird immer einmütig entschieden. Rund 110 Anträge gingen bisher ein. Circa 30 Anträgen konnte aus unterschiedlichsten Gründen nicht entsprochen werden. Für die rund 80 verbliebenen Anträge wurden Zuschüsse von rund 63.000 Euro an die Vereine gezahlt. Eine stolze Summe, über die sich die Weezer Vereine, Schulen und Kindergärten freuen können.
Unterschiedliche Gründe für die Vergabe der Geldmittel liegen vor, seit einigen Jahren aber gehen sie nur an Vereine und Institutionen in Weeze, die selber als gemeinnützig anerkannt sind.
Viele Verdienste hat sich Franz Macherey um Weeze erworben, nicht zuletzt durch die Gründung der örtlichen, unselbständigen Stiftung. Er wurde am 12. Februar 2004 zum Ehrenbürger von Weeze ernannt. Die Feierlichkeiten hierzu fanden im Rathaus statt. Am 11. März 2004 starb Franz Macherey im Alter von 93 Jahren, am 19. März 2012 starb Lisbeth Macherey im Alter von 98 Jahren. Für die Weezer Vereine ist die Stiftung eine hervorragende Einrichtung.
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