Mit Mittel der EU: Grenzüberschreitende Projekt Dynamic Borders genehmigt

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Die Bürgermeister von Gennep (Peter de Koning), Weeze (Ulrich Francken), Bergen (Manon Pelzer) und der Wirtschaftsförderer von Goch (Rüdiger Wenzel, in Vetretung für Bürgermeister Ulrich Knickrehm) beim Versuch, eine (Grenz-)Barriere zu beseitigen. Foto: privat

Der Interreg-Lenkungsausschuss für das Gebiet der Euregio Rhein-Waal hat im September das grenzüberschreitende Projekt Dynamic Borders genehmigt. Durch die neue Initiative fließen in den kommenden Jahren rund 730.000 Euro in die Euregio Rhein-Waal. Die Hälfte der Mittel stellt die Europäische Union aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung.

GOCH/WEEZE.Die Kommunen Weeze als Lead-Partner, Goch, Bergen, Gennep, Boxmeer und Cuijk arbeiten in dem Interreg-Projekt Dynamic Borders zusammen, um in den kommenden vier Jahren den Agrofood- und Tourismussektor zu stimulieren. Deshalb haben sich auch das Regionaal Bureau voor Toerisme Land van Cuijk, der Industriële Kring Land van Cuijk en Noord-Limburg, agrobusiness Niederrhein e.V., Niederrhein Tourismus GmbH und Stichting Leisure Port (auch Agrifood Capital und Hochschule Rhein-Waal) dem Projekt angeschlossen.
Das Projekt hat drei Schwerpunkte. Als Erstes wird eine grenzüberschreitende interlokale Agrofoodplattform errichtet, an die letztendlich rund 100 feste Mitglieder aus deutschen und niederländischen Unternehmen angeschlossen sein werden. Neben Netzwerkveranstaltungen und Betriebsbesichtigungen will die Plattform Betriebe auch konkret bei der Entwicklung von nachhaltigen und umweltfreundlichen Technologien unterstützen, die beispielsweise zu einer innovativen und wirtschaftlichen Verarbeitung von Mist, Gärungsrückständen und Abwasser beitragen.
Ein zweites Ziel des Projekts ist es, Jüngere in die Region zu ziehen und für die Region zu behalten. Hierfür wird bei dem Praktikumsvermittlungsbüro in Boxmeer ein grenzüberschreitender Praktikumsvermittler angestellt. Innerhalb der Projektlaufzeit muss etwa 320 deutschen und niederländischen Jugendlichen ein Praktikumsplatz im Nachbarland im Agrarfoodsektor vermittelt bekommen. Dazu wird ein Netzwerk mit Unternehmen, Schulen, GrenzInfoPunkten und anderen Praktikumseinrichtungen aufgebaut.
Neben Agrofood ist auch der Tourismus ein wichtiger wirtschaftlicher Sektor für die sechs Kommunen. Um mehr Touristen anzuziehen wurde ein umfangreiches Paket von Maßnahmen geschnürt. Bestehende Routen werden aufgewertet und miteinander verbunden, es kommen mehr Aufladestationen für E-Bikes und es werden neue (mehrtägige) touristische Arrangements entwickelt. Der gesunde Geschmack, Kulinarisches, Agrotourismus und Barrierefreiheit sind hierbei einige Stichwörter, die für eine eindeutige Profilierung sorgen müssen.
Das Projekt wird im Rahmen von Interreg Deutschland-Nederland mit 520.344,50 Euro unterstützt. Die Kofinanzierung wird durch die EU, die Provinzen Noord-Brabant und Limburg und das Wirtschaftsministerium des Landes NRW zur Verfügung gestellt. Das Projekt wird vom Interreg-Programmmanagement der Euregio Rhein-Waal begleitet.
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